🍎 Bestimmung von Formaldehyd und Hexamethylentetramin (HMTA) in Prüflebensmitteln (Wasser, 3 % Essigsäure, 15 % Ethanol, rektifiziertes Olivenöl) — HMTA wird durch Erhitzen mit Säure zu Formaldehyd zersetzt, der mit Chromotropsäure in Gegenwart von Schwefelsäure reagiert (Messung bei 574 nm, Küvette 10 mm, externer Standard); Bestätigung durch Reaktion mit Pentan-2,4-dion und Ammoniumacetat (410 nm); etwa (3,0–30) mg Formaldehyd/kg Prüflebensmittel, CEN/TS 13130-23
Kurz gefasst
Formaldehyd und Hexamethylentetramin (HMTA) sind Monomere zur Herstellung bestimmter Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt; ihre Rückstände können in Lebensmittel migrieren, und die Migration von HMTA wird als Formaldehyd ausgedrückt. Die Prüfung erfolgt nach CEN/TS 13130-23:2005; Bereich des Verfahrens (1): etwa (3,0–30) mg Formaldehyd/kg Prüflebensmittel = (2,3–23,3) mg HMTA/kg. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Prüflebensmittel nach Migrationsprüfung von Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt — Wasser, 3 % Essigsäure, 15 % Ethanol, rektifiziertes Olivenöl (1), Formaldehyd und Hexamethylentetramin (HMTA) — Monomere, deren Migration als Formaldehyd begrenzt wird (Einleitung), Gegenstände aus Melamin-Formaldehyd-Formmassen und andere Kunststoffgegenstände für den Lebensmittelkontakt — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 7 Laboratorien in PCA.
Auf einen Blick
- Norm: CEN/TS 13130-23:2005
- Kategorie: Lebensmittelchemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): CEN/TS 13130-23:2005 — in der PKN-Suche keine Ergebnisse (03.10.2026); iTeh: Status „Published“, Stufe 60.60 (23.02.2005)
- Prüflebensmittel (1): Wasser, 3 % (w/v) Essigsäure, 15 % (v/v) Ethanol, rektifiziertes Olivenöl
- Bereich des Verfahrens (1): etwa (3,0–30) mg Formaldehyd/kg Prüflebensmittel = (2,3–23,3) mg HMTA/kg
Übersicht
WAS DIE SPEZIFIKATION BESCHREIBT. Den Text lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST-TS CEN/TS 13130-23:2005 (Text der CEN/TS 13130-23:2005, englisch): vom Titelblatt über Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung und die Abschnitte 1–3 bis einschließlich 4.3.3. Außerhalb der Leseprobe bleiben die weiteren Lösungen (ab 4.3.4), Geräte (5), Proben (6), Durchführung (7), Präzision (8), Bestätigung (9) und der Prüfbericht.
NACH DEM TEXT DER CEN/TS 13130-23:2005 (Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–3, 4.1–4.3.3). Das Dokument wurde von CEN/TC 194 „Bedarfsgegenstände in Kontakt mit Lebensmitteln“ (Sekretariat BSI) im Projekt MAT1-CT92-0006 „Development of Methods of Analysis for Monomers“ erarbeitet; CEN hat es am 16.12.2004 zur vorläufigen Anwendung angenommen, mit zunächst auf drei Jahre begrenzter Gültigkeit. Das Vorwort verknüpft es mit den Richtlinien 2002/72/EG, 89/109/EWG, 82/711/EWG (mit den Änderungen 93/8/EWG und 97/48/EG) und 85/572/EWG, empfiehlt, vor der Prüfung die neuesten Rechtsvorschriften heranzuziehen und es zusammen mit EN 13130-1 zu lesen; in der Reihe EN 13130 sind die Teile 1–8 Europäische Normen und die Teile 9–28 Technische Spezifikationen. Einleitung: Formaldehyd (PM/Ref. No 17260) und HMTA (PM/Ref. No 18670) sind Monomere zur Herstellung bestimmter Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt; ihre Rückstände können in Lebensmittel migrieren; da die Migration von HMTA als Formaldehyd begrenzt wird, bestimmt das Verfahren den aus HMTA freigesetzten Formaldehyd (C6H12N4 + 6 H2O → 6 CH2O + 4 NH3) — beide Verbindungen gleichzeitig. Das Verfahren wurde in einem Ringversuch mit zwei Laboratorien vorvalidiert; in Versuchen mit drei Laboratorien lieferten das Chromotropsäure- und das Acetylacetonverfahren vergleichbare Nachweisgrenzen, Wiederholbarkeit, Wiederfindung und Migration, daher sind Bestimmung und Bestätigung austauschbar. Anwendungsbereich (1): Umwandlung von HMTA in Formaldehyd und Bestimmung von Formaldehyd in den Prüflebensmitteln Wasser, 3 % (w/v) wässrige Essigsäure, 15 % (v/v) wässriges Ethanol und rektifiziertes Olivenöl; ungefährer Bereich von 3,0 mg bis 30 mg Formaldehyd je Kilogramm Prüflebensmittel, entsprechend 2,3 mg bis 23,3 mg HMTA je Kilogramm; nach der Anmerkung sollte das Verfahren auch für andere wässrige und andere fettige Prüflebensmittel anwendbar sein (z. B. Sonnenblumenöl, Maisöl, Gemisch synthetischer Triglyceride). Normative Verweisung (2): EN 13130-1:2004. Prinzip (3): HMTA wird mit Säure erhitzt, um Formaldehyd freizusetzen; Formaldehyd reagiert mit Chromotropsäure in Gegenwart von Schwefelsäure, Messung im Spektralphotometer bei 574 nm in einer Küvette mit 10 mm Schichtdicke, Quantifizierung mit externem Standard; Bestätigung — Formaldehyd bildet mit Pentan-2,4-dion in Gegenwart von Ammoniumacetat 3,5-Diacetyl-1,4-dihydrolutidin, Absorption bei 410 nm in einer 10-mm-Küvette; nach der Anmerkung kann das Bestätigungsverfahren als Bestimmung dienen, dann ist das Chromotropsäureverfahren die Bestätigung. Reagenzien (4.1–4.3.3): Formaldehydlösung mindestens 37 % (w/v), stabilisiert mit etwa 10 % Methanol; deionisiertes Wasser, Eisessig, absolutes Ethanol, rektifiziertes Olivenöl, Chromotropsäure-Dinatriumsalz (Dihydrat), Schwefelsäure der Dichte 1,84 g/cm3, Aceton, lösliche Stärke, n-Pentan; 90 % Aceton; Stammlösung von Formaldehyd in Wasser etwa 1,5 mg/ml (etwa 0,8 g Formaldehydlösung im 200-ml-Kolben), iodometrisch eingestellt (25,0 ml 0,05 mol Iodlösung, 10,0 ml 1 mol NaOH, 5 min, Ansäuern mit 11,0 ml 1 mol HCl, Rücktitration des Iodüberschusses mit 0,1 mol Natriumthiosulfat gegen Stärke, Blindwert; 1 ml 0,1 N Iod entspricht 1,5 mg Formaldehyd), zweifach angesetzt und im Kühlschrank bis zu 3 Monate gelagert; Stammlösung in 90 % Aceton etwa 1 mg/ml (etwa 0,3 g Formaldehydlösung im 100-ml-Kolben).
STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche zeigt keine Ergebnisse für die Begriffe „CEN/TS 13130-23“ und „13130-23“ (03.10.2026). Im iTeh-Katalog (abgerufen am 03.10.2026) hat CEN/TS 13130-23:2005 den Status „Published“ (Stufe 60.60, 23.02.2005), die slowenische SIST-TS CEN/TS 13130-23:2005 — „Published“ (01.04.2005). Die Gesamtmigration aus Kunststoffen in wässrige Prüflebensmittel beschreibt ein eigener Eintrag zu PN-EN 1186-3.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Einspielung bis 17.09.2026, abgerufen am 03.10.2026). Die Nummer 13130-23 steht in 8 Datensätzen bei 7 Laboratorien: AB 079 (2 Datensätze), AB 492, AB 521, AB 537, AB 538, AB 601, AB 910. In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen am 03.10.2026, Ausgaben vom 22.04.2026 bis 07.08.2026) steht die Nummer in 7 Zeilen derselben Laboratorien (je 1). Schreibweise „CEN/TS 13130-23:2005“ (AB 079, AB 492, AB 521 — neben der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 der Kommission — und AB 537), „CEN/TS 13130-23: 2005“ mit Leerzeichen (AB 538), „CN/TS 13130-23:2005“ (AB 601), „Specyfikacja Techniczna CEN/TS 13130-23“ nach dem Verfahren PB-DLS/26 und neben PN-EN 13130-1 sowie den Verordnungen (EU) Nr. 10/2011 und Nr. 284/2011 der Kommission (AB 910, flexibler Umfang „E“). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Begriff „CEN/TS 13130-23“) zeigt 5 Laboratorien: AB 079, AB 492, AB 521, AB 537, AB 538; AB 601 steht unter „CN/TS 13130-23“, AB 910 unter „PB-DLS/26“ — geprüft mit Abfragen des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen in PCA). Gegenstand: Materialien und Gegenstände aus Kunststoff für den Lebensmittelkontakt (AB 492, AB 521, AB 538; bei AB 079 auch „Prüflebensmittel nach der Migration“), Kunststoffe — Melamin-Formaldehyd-Formmassen für den Lebensmittelkontakt (AB 537), Melamin-Formaldehyd-Formmassen (AB 601), Materialien und Gegenstände für den Lebensmittelkontakt (AB 910). Merkmal: Migration von Formaldehyd in Prüflebensmittel (AB 492, AB 538; bei AB 521 in 3 % Essigsäure), Migration von Formaldehyd (AB 537), spezifische Migration von Formaldehyd in das Prüflebensmittel 3 % Essigsäure (AB 601), spezifische Migration von Formaldehyd (AB 910), Formaldehydgehalt im Prüflebensmittel und daraus die spezifische Migration von Formaldehyd (berechnet) (AB 079). Bereiche: (1,5–30) mg/kg Prüflebensmittel (AB 079), (1,5–30,0) mg/kg in 3 % Essigsäure (AB 492, AB 538) und in 10 % Ethanol (AB 492), (1,5–60) mg/kg (AB 537), (3–30) mg/kg (AB 521), (3,0–30,0) mg/kg (AB 601); AB 910 gibt keinen Bereich an. Technik: spektralphotometrisches Verfahren (bei AB 079 „mit 2,4-Pentandion“). Die untere Grenze von 1,5 mg/kg bei vier Laboratorien und die obere von 60 mg/kg bei AB 537 gehen über den ungefähren Bereich aus Abschnitt 1 (3,0–30 mg/kg) hinaus; 10 % Ethanol ist nicht unter den vier in Abschnitt 1 genannten Prüflebensmitteln (die Anmerkung lässt andere wässrige Prüflebensmittel zu).
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Bei HMTA: ohne Erhitzen mit Säure geht HMTA nicht in Formaldehyd über (3) — das Ergebnis umfasst dann nur freien Formaldehyd. Bei den Standards: die Stammlösung muss iodometrisch eingestellt, zweifach angesetzt und höchstens 3 Monate im Kühlschrank gelagert werden (4.3.2). Beim Prüflebensmittel: Abschnitt 1 nennt Wasser, 3 % Essigsäure, 15 % Ethanol und Olivenöl; andere Prüflebensmittel lässt die Anmerkung zu, jedoch ohne Angaben in der Leseprobe. Beim Ergebnis: das Bestätigungsverfahren ist die jeweils andere der beiden Reaktionen — bei Bestimmung mit Pentan-2,4-dion wird mit Chromotropsäure bestätigt (3, Anmerkung). Beim Bereich: der ungefähre Bereich des Verfahrens ist (3,0–30) mg/kg Prüflebensmittel (1).
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Geräte, Probenvorbereitung, Ablauf der Bestimmung (Bedingungen der HMTA-Zersetzung, Volumina, Zeiten), Präzisionsdaten, Einzelheiten des Bestätigungsverfahrens und den Inhalt des Prüfberichts haben wir nicht gelesen. Ebenso wenig geben wir spezifische Migrationsgrenzwerte aus der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 oder Bedingungen der Migrationsprüfung (Zeit, Temperatur) an — diese werden nach EN 13130-1 und den Rechtsvorschriften gewählt.
Prinzip der Methode
Formaldehyd im Prüflebensmittel nach einer Migrationsprüfung (auch der aus Hexamethylentetramin durch Erhitzen mit Säure freigesetzte) reagiert mit Chromotropsäure in Gegenwart von Schwefelsäure; die Absorption wird bei 574 nm in einer 10-mm-Küvette gemessen und mit externem Standard umgerechnet. Das Ergebnis wird durch Reaktion mit Pentan-2,4-dion in Gegenwart von Ammoniumacetat bestätigt (3,5-Diacetyl-1,4-dihydrolutidin, 410 nm); beide Verfahren sind austauschbar.
Anwendungen
- Prüflebensmittel nach Migrationsprüfung von Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt — Wasser, 3 % Essigsäure, 15 % Ethanol, rektifiziertes Olivenöl (1)
- Formaldehyd und Hexamethylentetramin (HMTA) — Monomere, deren Migration als Formaldehyd begrenzt wird (Einleitung)
- Gegenstände aus Melamin-Formaldehyd-Formmassen und andere Kunststoffgegenstände für den Lebensmittelkontakt — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 7 Laboratorien in PCA
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | CEN/TS 13130-23:2005 — in der PKN-Suche keine Ergebnisse (03.10.2026); iTeh: Status „Published“, Stufe 60.60 (23.02.2005) |
| Prüflebensmittel (1) | Wasser, 3 % (w/v) Essigsäure, 15 % (v/v) Ethanol, rektifiziertes Olivenöl |
| Bereich des Verfahrens (1) | etwa (3,0–30) mg Formaldehyd/kg Prüflebensmittel = (2,3–23,3) mg HMTA/kg |
| Bestimmung (3) | Chromotropsäure + Schwefelsäure; 574 nm, Küvette 10 mm; externer Standard |
| Bestätigung (3) | Pentan-2,4-dion + Ammoniumacetat → 3,5-Diacetyl-1,4-dihydrolutidin; 410 nm, Küvette 10 mm |
| HMTA (Einleitung, 3) | C6H12N4 + 6 H2O → 6 CH2O + 4 NH3; Erhitzen mit Säure |
| Stammlösung (4.3.2) | etwa 1,5 mg/ml in Wasser; iodometrische Einstellung (1 ml 0,1 N Iod = 1,5 mg Formaldehyd); Kühlschrank bis 3 Monate |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen am 03.10.2026) | 7 Laboratorien, 8 Datensätze in der Datenbankkopie und 7 Zeilen in PCA; Reiter „Laboratorien“ („CEN/TS 13130-23“) — 5 auf dem Produktionsserver, AB 601 unter „CN/TS 13130-23“, AB 910 unter „PB-DLS/26“ |
Norm
- Normnummer
- CEN/TS 13130-23:2005
- Titel (PL)
- Materiały i wyroby do kontaktu z żywnością — Substancje w tworzywach sztucznych podlegające ograniczeniom — Część 23: Oznaczanie formaldehydu i heksametylenotetraminy w płynach modelowych
- Title (EN)
- Materials and articles in contact with foodstuffs — Plastics substances subject to limitation — Part 23: Determination of formaldehyde and hexamethylenetetramine in food simulants
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Migration
Migrationsprüfung in das Prüflebensmittel nach EN 13130-1 (Bedingungen aus den Rechtsvorschriften). CEN/TS 13130-23:2005 — in der PKN-Suche keine Ergebnisse (03.10.2026).
-
Standards
Formaldehyd-Stammlösung etwa 1,5 mg/ml, iodometrisch eingestellt; zwei unabhängige Lösungen.
-
Freisetzung aus HMTA
Erhitzen mit Säure — HMTA geht in Formaldehyd über.
-
Bestimmung
Reaktion mit Chromotropsäure in Schwefelsäure, Messung bei 574 nm, externer Standard.
-
Bestätigung
Reaktion mit Pentan-2,4-dion und Ammoniumacetat, Messung bei 410 nm; die Einzelheiten der Abschnitte 5–9 geben wir nicht an.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Spektralphotometer | Messung bei 574 nm (Chromotropsäure) und 410 nm (Pentan-2,4-dion), Küvetten 10 mm (3) | — |
| Messkolben und Pipetten | Stammlösungen in 200-ml- und 100-ml-Kolben (4.3.2, 4.3.3) | — |
| Titrationsausrüstung | Einstellung der Formaldehydlösung mit Iod und Natriumthiosulfat (4.3.2) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Chromotropsäure-Dinatriumsalz (Dihydrat) | — | Farbreagenz (4.2.5) |
| Schwefelsäure, Dichte 1,84 g/cm3 | — | Medium der Chromotropsäurereaktion (4.2.6) |
| Formaldehydlösung ≥ 37 % (w/v) | — | Mit etwa 10 % Methanol stabilisiert; für Stammlösungen (4.1) |
| Prüflebensmittel | — | Deionisiertes Wasser, Eisessig, absolutes Ethanol, rektifiziertes Olivenöl (4.2.1–4.2.4) |
| Lösungen zur Einstellung | — | Iod 0,05 mol, NaOH 1 mol, HCl 1 mol, Natriumthiosulfat 0,1 mol, Stärke (4.3.2) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Formaldehyd und konzentrierte Schwefelsäure — Arbeiten im Abzug, Augen- und Hautschutz
- Die Spezifikation enthält keine besonderen Warnhinweise — der Anwender erfüllt die Sicherheitsanforderungen seines Landes (Vorwort)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach CEN/TS 13130-23:2005 — „Materials and articles in contact with foodstuffs — Plastics substances subject to limitation — Part 23: Determination of formaldehyde and hexamethylenetetramine in food simulants“.
Wie funktioniert diese Methode?
Formaldehyd im Prüflebensmittel nach einer Migrationsprüfung (auch der aus Hexamethylentetramin durch Erhitzen mit Säure freigesetzte) reagiert mit Chromotropsäure in Gegenwart von Schwefelsäure; die Absorption wird bei 574 nm in einer 10-mm-Küvette gemessen und mit externem Standard umgerechnet. Das Ergebnis wird durch Reaktion mit Pentan-2,4-dion in Gegenwart von Ammoniumacetat bestätigt (3,5-Diacetyl-1,4-dihydrolutidin, 410 nm); beide Verfahren sind austauschbar.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): CEN/TS 13130-23:2005 — in der PKN-Suche keine Ergebnisse (03.10.2026); iTeh: Status „Published“, Stufe 60.60 (23.02.2005); Prüflebensmittel (1): Wasser, 3 % (w/v) Essigsäure, 15 % (v/v) Ethanol, rektifiziertes Olivenöl; Bereich des Verfahrens (1): etwa (3,0–30) mg Formaldehyd/kg Prüflebensmittel = (2,3–23,3) mg HMTA/kg; Bestimmung (3): Chromotropsäure + Schwefelsäure; 574 nm, Küvette 10 mm; externer Standard.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Spektralphotometer, Messkolben und Pipetten, Titrationsausrüstung.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Prüflebensmittel nach Migrationsprüfung von Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt — Wasser, 3 % Essigsäure, 15 % Ethanol, rektifiziertes Olivenöl (1); Formaldehyd und Hexamethylentetramin (HMTA) — Monomere, deren Migration als Formaldehyd begrenzt wird (Einleitung); Gegenstände aus Melamin-Formaldehyd-Formmassen und andere Kunststoffgegenstände für den Lebensmittelkontakt — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 7 Laboratorien in PCA.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Formaldehyd und konzentrierte Schwefelsäure — Arbeiten im Abzug, Augen- und Hautschutz; Die Spezifikation enthält keine besonderen Warnhinweise — der Anwender erfüllt die Sicherheitsanforderungen seines Landes (Vorwort).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer CEN/TS 13130-23.