🌿 Schwefeldioxid in der Luft an Arbeitsplätzen — Pararosanilin-Verfahren, PN-Z-04015-12

Umwelt PN-Z-04015-12

Kurz gefasst

Bestimmung von Schwefeldioxid in der Luft an Arbeitsplätzen: Absorption in einer Waschflasche mit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung, Reaktion mit Pararosanilin und Formaldehyd, spektralphotometrische Messung des farbigen Produkts. Die Prüfung erfolgt nach PN-Z-04015-12:1996 (wersja polska); Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,32 mg/m³ — also 0,25 des Grenzwerts; das Verfahren ERFÜLLT die Anforderung der PN-EN 482 (Schwelle 0,1) NICHT. Das Verfahren umfasst 6 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Regelmäßige Messungen der beruflichen Exposition, vorgeschrieben durch die Verordnung des Gesundheitsministers über Prüfungen und Messungen gesundheitsschädlicher Faktoren in der Arbeitsumgebung, Kesselhäuser und Heizkraftwerke, die mit schwefelhaltigen Brennstoffen befeuert werden, Nichteisenmetallhütten — Rösten sulfidischer Erze.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-Z-04015-12:1996 (wersja polska)
  • Kategorie: Umwelt
  • Verfahrensschritte: 6
  • Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,32 mg/m³ — also 0,25 des Grenzwerts; das Verfahren ERFÜLLT die Anforderung der PN-EN 482 (Schwelle 0,1) NICHT
  • GRENZWERTE: NDS 1,3 mg/m³ (0,5 ppm), NDSCh 2,7 mg/m³ (1 ppm) — Pos. 203 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447, unter dem Namen „DITLENEK siarki“
  • ZWEI NAMEN FÜR DENSELBEN STOFF: die Norm sagt „dwutlenek siarki“, das NDS-Verzeichnis „ditlenek siarki“ (beide: Schwefeldioxid); eine Suche im Verzeichnis nach dem Namen aus der Norm FINDET die Position NICHT

Übersicht

WAS DIESE NORM BESCHREIBT. Der Anwendungsbereich auf der PKN-Katalogkarte: „Metoda polega na zaabsorbowaniu dwutlenku siarki w płuczce z roztworem czterochlorortęcianu potasu. Do otrzymanego roztworu dodawane są pararozanilina oraz formaldehyd. W wyniku reakcji powstaje związek barwy czerwonofioletowej, który jest podstawą oznaczania spektrofotometrycznego. Najmniejsze stężenie dwutlenku siarki jakie można oznaczyć wynosi 0,32 mg/m3“ [Das Verfahren beruht auf der Absorption von Schwefeldioxid in einer Waschflasche mit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung. Der erhaltenen Lösung werden Pararosanilin und Formaldehyd zugesetzt. Bei der Reaktion entsteht eine rotviolette Verbindung, die die Grundlage der spektralphotometrischen Bestimmung ist. Die kleinste Konzentration von Schwefeldioxid, die bestimmt werden kann, beträgt 0,32 mg/m3]. Die Norm erschien am 21. März 1996 in polnischer Sprachfassung, hat vier Seiten, wird vom KT 159 betreut und ersetzte PN-Z-04039:1968. Die Karte hat weder die Überschrift „Zurückgezogen“ noch die Zeile „Datum der Zurückziehung“ (geprüft am 23.09.2026).

ZWEI NAMEN FÜR DENSELBEN STOFF — UND BEIDE SIND AMTLICH. Der Titel der Norm spricht von **„dwutlenek siarki“**, während das Verzeichnis der höchstzulässigen Konzentrationen denselben Stoff unter dem Namen **„ditlenek siarki“** führt (Pos. 203) — beide bedeuten Schwefeldioxid. Der Unterschied ist rein nomenklatorisch: „ditlenek“ ist der Name nach der geltenden systematischen Nomenklatur, „dwutlenek“ — der traditionelle Name, gefestigt in Dokumenten aus der Zeit vor der Reform. Beide verweisen auf SO₂, und beide stehen in amtlichen Dokumenten, nur in verschiedenen. **Für das Laboratorium hat das eine praktische Folge: Eine Suche im Verzeichnis nach dem Namen aus der Norm findet die Position nicht**, weil das Verzeichnis nur die andere Form kennt. Das ist dieselbe Klasse wie unsere entstellten Präfixe, nur auf der Seite des Stoffnamens statt der Normnummer.

EINE BESTIMMUNGSGRENZE ZWEIEINHALBMAL ÜBER DER ANFORDERUNG. Der Grenzwert für Schwefeldioxid beträgt **NDS 1,3 mg/m³ (0,5 ppm) und NDSCh 2,7 mg/m³ (1 ppm)** — Pos. 203 des Verzeichnisses in der Fassung der Verordnung vom 26. März 2026 (Dz.U. 2026 Pos. 447). Die kleinste bestimmbare Konzentration beträgt 0,32 mg/m³, also **0,25 des Grenzwerts — ein Viertel**. PN-EN 482 verlangt, dass das Verfahren den Bereich ab einem Zehntel abdeckt; dieses beginnt zweieinhalbmal höher. Das Verhältnis ist schlechter als beim Pentan (PN-Z-04318, ein eigener Eintrag in dieser Datenbank), wo es 0,15 beträgt. **Ein Ergebnis „unterhalb der Bestimmungsgrenze“ bedeutet hier „unter 25 % des Grenzwerts“**, was für die Expositionsbeurteilung genügt, für den Nachweis der Einhaltung der Schwelle von einem Zehntel aber nicht.

EIN QUECKSILBERREAGENZ — EINE SACHE, DIE HEUTE SCHWERER WIEGT ALS 1996. Das Absorptionsmittel ist eine Lösung von Kaliumtetrachloromercurat, also eine Quecksilberverbindung. Das Pararosanilin-Verfahren entstand zu einer Zeit, als dies eine Standardlösung war — heute bedeutet es für das Laboratorium drei Dinge zugleich: Pflichten aus den Vorschriften über besonders gefährliche Stoffe, die Kosten der Entsorgung der verbrauchten Lösungen als Quecksilberabfall und Beschränkungen im Handel mit Quecksilberreagenzien. **Das ist der Grund, warum ein Teil der Laboratorien zu instrumentellen Verfahren übergeht** — Ionenchromatographie oder Analysatoren mit Fluoreszenzdetektion —, obwohl diese Norm gültig bleibt und im PN-Bestand keinen Nachfolger hat.

DIE ÄNDERUNG Ap1:2001 UND FÜNF ARTEN, SIE ANZUHÄNGEN. In den Akkreditierungsumfängen wird die Norm fast je zur Hälfte mit und ohne Änderung zitiert: „PN-Z-04015-12:1996“ 9-mal, „PN-Z-04015-12:1996+Ap1:2001“ 8. Die Änderung selbst wird auf FÜNF Arten geschrieben: mit Plus ohne Leerzeichen (8), mit Schrägstrich nach der Nummer ohne Jahr der Norm (2), mit Plus mit Leerzeichen (2), mit Schrägstrich nach dem Jahr (1) sowie mit Plus und einem Zusatz über einen Ausschluss (1). Wir erinnern dabei an eine Feststellung dieser Datenbank: **Ein Plus vor dem Glied bedeutet eine KONSOLIDIERTE Ausgabe, ein Schrägstrich — ein gesondertes Änderungsblatt**, und die Laboratorien halten diese Unterscheidung nicht ein. Die Form der Änderung erkennt man an der Katalogkarte, niemals an der Schreibweise im Umfang.

UMFANG DER ZITIERUNGEN (Lesung vom 23.09.2026, Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge). Abgleich nach dem ANFANG der Schreibweise: 21 Einträge bei 18 Laboratorien; über alle Formen des Kerns „04015-12“ — ebenso viele Einträge, 25 Vorkommen in sieben Formen. Der Unterschied zwischen der Zahl der Einträge und der Zahl der Vorkommen ergibt sich daraus, dass vier Einträge die Bezeichnung ZWEIMAL tragen — einmal mit, einmal ohne Änderung — in zwei getrennten Elementen des Feldes der Referenzdokumente.

Prinzip der Methode

Luft vom Arbeitsplatz wird durch eine Waschflasche mit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung gesaugt, in der Schwefeldioxid in Form eines Dichlorosulfitomercurat-Komplexes gebunden wird — stabil genug, damit die Probe ins Laboratorium transportiert werden kann. Der Lösung werden Pararosanilin und Formaldehyd zugesetzt; es entsteht rotviolette Pararosanilinmethylsulfonsäure, deren Extinktion spektralphotometrisch gemessen wird. Die Farbintensität ist der Menge des gebundenen SO₂ proportional, und die Konzentration in der Luft wird aus dem durchgesaugten Luftvolumen und dem Volumen der Absorptionslösung berechnet.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte)0,32 mg/m³ — also 0,25 des Grenzwerts; das Verfahren ERFÜLLT die Anforderung der PN-EN 482 (Schwelle 0,1) NICHT
GRENZWERTENDS 1,3 mg/m³ (0,5 ppm), NDSCh 2,7 mg/m³ (1 ppm) — Pos. 203 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447, unter dem Namen „DITLENEK siarki“
ZWEI NAMEN FÜR DENSELBEN STOFFdie Norm sagt „dwutlenek siarki“, das NDS-Verzeichnis „ditlenek siarki“ (beide: Schwefeldioxid); eine Suche im Verzeichnis nach dem Namen aus der Norm FINDET die Position NICHT
AbsorptionsreagenzKaliumtetrachloromercurat-Lösung — EINE QUECKSILBERVERBINDUNG; Pflichten für besonders gefährliche Stoffe und Entsorgung von Quecksilberabfall
ÜbergangsvorschriftKEINE — § 2 der Änderungsverordnung nennt Schwefeldioxid nicht (geprüft am 23.09.2026 am Text des Rechtsakts)
UMFANG DER ZITIERUNGEN (Lesung vom 23.09.2026)21 Einträge bei 18 Laboratorien; 25 Vorkommen in sieben Formen — vier Einträge tragen die Bezeichnung ZWEIMAL, einmal mit der Änderung Ap1:2001, einmal ohne

Norm

Normnummer
PN-Z-04015-12:1996 (wersja polska)
Titel (PL)
Ochrona czystości powietrza -- Badania zawartości siarki i jej związków -- Oznaczanie dwutlenku siarki na stanowiskach pracy metodą spektrofotometryczną z pararozaniliną
Title (EN)
Air purity protection — Testing for content of sulphur and its compounds — Determination of sulphur dioxide at workplaces by spectrophotometric method with pararosaniline

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Probenahme

    Ein bekanntes Luftvolumen aus dem Atembereich des Beschäftigten durch eine Waschflasche mit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung saugen.

  2. Farbreaktion

    Der Lösung nach der Absorption Pararosanilin und Formaldehyd zusetzen; die im Verfahren vorgesehene Zeit für die Farbentwicklung abwarten.

  3. Messung

    Die Extinktion der Lösung spektralphotometrisch bei der für das rotviolette Produkt geeigneten Wellenlänge messen.

  4. Berechnung

    Den SO₂-Gehalt an der Kalibrierkurve ablesen und die Konzentration in der Luft aus dem durchgesaugten Luftvolumen berechnen.

  5. Bezug auf die Grenzwerte

    Den Expositionsindex für die Arbeitsschicht mit dem NDS von 1,3 mg/m³ und die Ergebnisse der Kurzzeitmessungen mit dem NDSCh von 2,7 mg/m³ vergleichen. Im Bericht angeben, dass die Bestimmungsgrenze ein Viertel des Grenzwerts beträgt.

  6. Umgang mit Abfall

    Die verbrauchten Lösungen enthalten Quecksilber — getrennt sammeln und als gefährlichen Abfall abgeben; nicht in die Kanalisation einleiten.

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
UV-Vis-SpektralphotometerMessung der Extinktion des farbigen Produkts—
Absorptionswaschflaschenmit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung—
Aspirator mit Messung des durchgesaugten LuftvolumensProbenahme aus dem Atembereich des Beschäftigten—
Messglas der Klasse AHerstellung von Lösungen und Verdünnungen—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Kaliumtetrachloromercurat(II)—Absorptionslösung — EINE QUECKSILBERVERBINDUNG, wie ein besonders gefährlicher Stoff zu handhaben
Pararosanilin569-61-9Farbreagenz
Formaldehyd50-00-0Reagenz der Farbreaktion
Sulfit-Standard—für die Kalibrierkurve

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-Z-04015-12:1996 (wersja polska) — „Air purity protection — Testing for content of sulphur and its compounds — Determination of sulphur dioxide at workplaces by spectrophotometric method with pararosaniline“.

Wie funktioniert diese Methode?

Luft vom Arbeitsplatz wird durch eine Waschflasche mit Kaliumtetrachloromercurat-Lösung gesaugt, in der Schwefeldioxid in Form eines Dichlorosulfitomercurat-Komplexes gebunden wird — stabil genug, damit die Probe ins Laboratorium transportiert werden kann. Der Lösung werden Pararosanilin und Formaldehyd zugesetzt; es entsteht rotviolette Pararosanilinmethylsulfonsäure, deren Extinktion spektralphotometrisch gemessen wird.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,32 mg/m³ — also 0,25 des Grenzwerts; das Verfahren ERFÜLLT die Anforderung der PN-EN 482 (Schwelle 0,1) NICHT; GRENZWERTE: NDS 1,3 mg/m³ (0,5 ppm), NDSCh 2,7 mg/m³ (1 ppm) — Pos. 203 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447, unter dem Namen „DITLENEK siarki“; ZWEI NAMEN FÜR DENSELBEN STOFF: die Norm sagt „dwutlenek siarki“, das NDS-Verzeichnis „ditlenek siarki“ (beide: Schwefeldioxid); eine Suche im Verzeichnis nach dem Namen aus der Norm FINDET die Position NICHT; Absorptionsreagenz: Kaliumtetrachloromercurat-Lösung — EINE QUECKSILBERVERBINDUNG; Pflichten für besonders gefährliche Stoffe und Entsorgung von Quecksilberabfall.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 6 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

UV-Vis-Spektralphotometer, Absorptionswaschflaschen, Aspirator mit Messung des durchgesaugten Luftvolumens, Messglas der Klasse A.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Regelmäßige Messungen der beruflichen Exposition, vorgeschrieben durch die Verordnung des Gesundheitsministers über Prüfungen und Messungen gesundheitsschädlicher Faktoren in der Arbeitsumgebung; Kesselhäuser und Heizkraftwerke, die mit schwefelhaltigen Brennstoffen befeuert werden; Nichteisenmetallhütten — Rösten sulfidischer Erze; Lebensmittelbetriebe, die Schwefeldioxid als Konservierungsmittel einsetzen, sowie Weinkellereien.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Kaliumtetrachloromercurat enthält Quecksilber — Arbeit ausschließlich unter dem Abzug, mit Handschuhen, mit Erfassung besonders gefährlicher Stoffe; Abfälle getrennt sammeln; Formaldehyd ist ein karzinogener Stoff der Kategorie 1B und wirkt hautsensibilisierend — Arbeit unter dem Abzug; Schwefeldioxid reizt die Atemwege; bei der Probenahme an Arbeitsplätzen mit hoher Konzentration Atemschutz verwenden.

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-Z-04015-12.

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