🍎 Bestimmung von Cyclamat in Lebensmitteln mittels Hochleistungsflüssigchromatographie — Natriumcyclamat wird mit Wasser aus der Probe extrahiert (flüssige und klar lösliche Erzeugnisse — Verdünnung auf etwa 400 mg/l; halbfeste Erzeugnisse, Schokolade und Fettemulsionen — Klärung mit Carrez-Reagenzien, bei Schokolade und Mayonnaise nach Entfettung mit Petrolether), 20 ml der Lösung werden mit Schwefelsäure und Natriumhypochlorit in N,N-Dichlorcyclohexylamin überführt, mit n-Heptan extrahiert und an Umkehrphase (C18, Methanol–Wasser 80:20) mit UV-Detektion bei 314 nm bestimmt; Kalibrierung mit externem Standard, Ergebnis als Cyclohexylsulfamidsäure in mg/kg oder mg/l ohne Nachkommastellen, PN-EN 12857
Kurz gefasst
Cyclamat ist ein synthetischer Süßstoff, der in Getränken, Obsterzeugnissen, Desserts und Süßwaren bestimmt wird. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 12857:2002; STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 12857:2002 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; EN 12857:1999 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh). Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Cyclamat in Lebensmitteln: validiert an Limonade, Orangensaftgetränk, Fruchtjoghurt und Sprühsahne; nach Erfahrung auch in Obsterzeugnissen, Konfitüren, Nektaren, Bonbons, Desserts und Speiseeis (1), Flüssige und halbfeste Erzeugnisse, Schokolade und Fettemulsionen — eigene Vorbereitungsverfahren (6.1), Alkoholfreie Getränke, Lebensmittelkonzentrate, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien bei PCA.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 12857:2002
- Kategorie: Lebensmittelchemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 12857:2002 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; EN 12857:1999 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh)
- Derivatisierung (6.2): 20 ml Lösung + 1 ml H2SO4 50 % + 10,0 ml n-Heptan + 2,5 ml NaOCl (1,7 % Aktivchlor), 1 min; Produkt 24 h bei +4 °C stabil
- Chromatographie (5.1.2, 6.3): RP C18, 5 µm, 250 × 4 mm; Methanol–Wasser 80:20; 1,0 ml/min; 20 µl; UV 314 nm
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN 12857:2000, d. h. EN 12857:1999 (englischer Text; die Datei ist ein Scan — Seiten als Bilder gelesen): EN-Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Abschnitte 1–9 (bis zum Prüfbericht, S. 7 der EN). Die Anhänge A (Bestimmung von Aktivchlor in Hypochloritlösungen), B (Bilder — Beispielchromatogramm), C (Präzisionsdaten) und D (Literatur) enthält die Leseprobe nicht; die Titel kennen wir aus dem Inhaltsverzeichnis.
NACH DEM TEXT DER EN 12857:1999. Die Norm erarbeitete CEN/TC 275 „Lebensmittelanalytik — Horizontale Verfahren“ (Sekretariat DIN), von CEN am 16.04.1999 angenommen; nationale Normen mussten sie spätestens im Oktober 1999 übernehmen. Anwendungsbereich (1): HPLC-Verfahren zur Bestimmung von Natriumcyclamat in Lebensmitteln; validiert in einem Ringversuch nach ISO 5725:1986 an Limonade, einem Orangensaftgetränk, Fruchtjoghurt und Sprühsahne; nach Erfahrung auch geeignet für Gewürzgurken, Kirschen in Dosen, Ananas, Orangennektar, Aprikosen- und Brombeerkonfitüre, Kirschnektar, Hartkaramellen, Frucht- und Erdbeerjoghurt, Fruchtquark, Reisdessert mit Äpfeln und Rosinen, Schokoladen- und Vanillepuddingpulver, Vanilleeis und Maracuja-Orangen-Eis. Verweisung (2): EN ISO 3696 (Wasser für Laborzwecke). Prinzip (3): Natriumcyclamat wird mit Wasser aus der Probe extrahiert, in N,N-Dichlorcyclohexylamin überführt und mittels HPLC an einer Umkehrphasensäule mit UV-Detektion bei 314 nm bestimmt. Reagenzien (4): analysenrein, Wasser mindestens Qualität 1 nach EN ISO 3696; Methanol und n-Heptan für die HPLC; Petrolether mit Siedebereich 40–60 °C; Natriumsulfat wasserfrei (bei Bedarf mit n-Heptan gewaschen); Natriumcarbonatlösung 50 g/l; Natriumhypochloritlösung mit 1,7 % Aktivchlor (aus Handelsware verdünnt, Chlorgehalt regelmäßig geprüft, z. B. nach Anhang A); Schwefelsäure 50 % (Massenanteil); Standardlösungen — etwa 898 mg Natriumcyclamat in 200 ml (Cyclohexylsulfamidsäure 800 mg/200 ml), Verdünnungen von 0,25; 1; 2,5; 5; 10 und 20 ml auf 100 ml ergeben 10, 40, 100, 200, 400 und 800 mg/l Säure; Fußnote zu 4.8: Umrechnungsfaktor Natriumcyclamat in Cyclohexylsulfamidsäure 0,8909; Carrez-Lösung I — 15 g Kaliumhexacyanoferrat(II) in 100 ml; II — 30 g Zinksulfat in 100 ml; mobile Phase — Methanol und Wasser 80 + 20 (Volumenteile), filtriert (z. B. 0,45 µm) und entgast, bei Bedarf mit leicht geändertem Verhältnis; Konditionierlösung EDTA 10 g/l; Cellulosepulver (≥ 99,9 %, säuregewaschen). Geräte (5): Chromatograph mit UV-Detektor bei 314 nm (vorzugsweise Diodenarray); Umkehrphasensäule, z. B. RP C18, 5 µm, 250 mm × 4 mm, mit Vorsäule RP C18 (besonders für feste Proben empfohlen); Eignungskriterium der Säule — Basislinientrennung des Cyclamat-Peaks; zeigt der Diodenarraydetektor oder die Messung bei einer zweiten Wellenlänge Störungen, sind andere chromatographische Bedingungen zu wählen; Ultraschallbad, Homogenisator, Wasserbad 60 °C, Zentrifuge mit mindestens 1400 g, Scheidetrichter, Faltenfilter, wahlweise Phasentrennfilter. Herstellung der Lösungen (6.1): flüssige und klar lösliche Erzeugnisse (z. B. klare Säfte, filtrierter Gewürzgurkenaufguss, Hartkaramellen) — Verdünnung mit Wasser auf etwa 400 mg/l Cyclamat oder direkt zur Derivatisierung; halbfeste Erzeugnisse (z. B. Milchprodukte, Desserts, Sprühsahne, trübe Säfte, Konfitüren) — etwa 15 g im 100-ml-Kolben mit 80 ml Wasser, 10 min im Ultraschallbad, je 1–2 ml Carrez-Lösung I und II, mit Wasser auffüllen, filtrieren unter Verwerfen der ersten 10 ml; Schokolade — etwa 15 g bei 60 °C geschmolzen, zweimalige Fettextraktion mit 25 ml Petrolether mit Zentrifugieren, Rest-Petrolether abdampfen, 30 ml Wasser, in 100-ml-Kolben überführen, je 1 ml Carrez I und II, 20 °C, auffüllen, filtrieren; Fettemulsionen (z. B. Mayonnaise) — etwa 15 g mit 2,5 g Cellulose, zweimal 25 ml Petrolether, 40 ml Wasser, dann wie bei Schokolade; bei einem unlöslichen fettfreien Rückstand über etwa 3 g wird Zentrifugieren und zweimaliges Waschen des Rückstands vor dem Filtrieren empfohlen; zur Derivatisierung werden 20 ml entnommen. Derivatisierung (6.2): Warnung — es entsteht Chlor, Arbeit unter einem wirksamen Abzug; 20 ml Proben- oder Standardlösung im Scheidetrichter mit 1 ml Schwefelsäure, 10,0 ml n-Heptan und 2,5 ml Natriumhypochlorit 1 min kräftig schütteln, untere wässrige Phase verwerfen, Heptanphase mit 25 ml Natriumcarbonatlösung waschen (30 s), mit 1 g Natriumsulfat trocknen (bei Emulsion etwa 7 g oder Phasentrennfilter) und filtrieren; derivatisierte Lösungen sind 24 h bei +4 °C stabil. Identifizierung (6.3): über die Retentionszeit gegenüber dem Standard, Co-Injektion oder Zusatz von Standard zur Probe und Aufnahme des Spektrums in einem geeigneten Wellenlängenbereich; Abstand zwischen Standardinjektionen mindestens 15 min, zwischen Proben ausreichend lang (z. B. 30 min); für die Säule nach 5.1.2 geprüfte Bedingungen: Fluss 1,0 ml/min, Injektion 20 µl, 314 nm; tägliche Konditionierung: 10 min Wasser, 30 min EDTA-Lösung, 10 min Wasser. Bestimmung (6.4): externe Standardmethode — Peakflächen oder -höhen gegenüber dem Standard mit dem nächstliegenden Wert oder Kalibrierkurve (Konzentration der Cyclohexylsulfamidsäure in mg/l), mit Prüfung der Linearität. Berechnung (7): w oder ρ = A1 · V1 · m1 · F / (A2 · V2 · m0) · 1000 (externer Standard; V1 und V2 je 100 ml, m1 — Masse Cyclamat im Standard in mg, m0 — Masse oder Volumen der Prüfportion, F — Faktor zusätzlicher Verdünnungen) oder w oder ρ = ρcs · V1 · F / m0 (Kalibrierkurve); Ergebnis in mg/kg oder mg/l Cyclohexylsulfamidsäure, ohne Nachkommastellen; Anmerkung in 7.3: Umrechnungsfaktor Natriumcyclamat in Cyclohexansulfamidsäure 0,8906. Präzision (8): Daten aus dem Ringversuch (Anhang C) gelten möglicherweise nicht für andere Konzentrationsbereiche und Matrices; Wiederholbarkeit r und Vergleichbarkeit R: Limonade (Mittelwert 435,9 mg/l) — r 16,7, R 38,1 mg/l; Orangensaftgetränk (178,3 mg/l) — r 15,4, R 24,4 mg/l; Sprühsahne (280,9 mg/kg) — r 26,0, R 49,7 mg/kg; Fruchtjoghurt (647,6 mg/kg) — r 42,4, R 168,4 mg/kg. Prüfbericht (9): Probenidentifizierung, Verweis auf die Norm, Datum und Art der Probenahme (falls bekannt), Eingangs- und Prüfdatum, Ergebnisse mit Einheiten, nicht im Verfahren erfasste Beobachtungen und Arbeitsschritte.
STATUS (Stand 03.10.2026). In der PKN-Suche (Suchbegriff „12857“, 03.10.2026) ist das einzige Ergebnis PN-EN 12857:2002 (polnische Fassung, „Führt ein: EN 12857:1999 [IDT]“), ohne Rückzugsvermerk. Karte: Veröffentlichung 06.05.2002, 15 Seiten, KT 235 Lebensmittelanalytik, ICS 67.050, ohne Rückzugsvermerk. Im iTeh-Katalog (gelesen 03.10.2026) hat EN 12857:1999 den Status „Published“, Stufe 90.93 („Decision to confirm“), mit Abschluss der Überprüfung am 30.09.2026; das Feld „Withdrawal Date 31-Oct-1999“ auf dieser Karte ist die Frist für das Zurückziehen entgegenstehender nationaler Normen, kein Rückzug der EN 12857.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 12857 steht in 4 Datensätzen bei 4 Laboratorien: AB 377, AB 400, AB 451, AB 583. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 451 Ausgabe Nr. 26 vom 24.11.2025, AB 377 Ausgabe Nr. 29 vom 12.12.2025, AB 583 Ausgabe Nr. 22 vom 29.01.2026, AB 400 Ausgabe Nr. 37 vom 07.08.2026) steht die Nummer in 4 Zeilen bei denselben 4 Laboratorien; in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Form „PN-EN 12857:2002“ (AB 451, AB 583), „PN - EN 12857:2002“ mit Leerzeichen (AB 377) und „PN-EN 12857“ ohne Jahr zusammen mit dem Verfahren PB-262 im flexiblen Akkreditierungsumfang (AB 400). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-EN 12857“) zeigt 3 Laboratorien — AB 400, AB 451, AB 583 — geprüft mit einer Reiterabfrage auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026; AB 377 schreibt die Bezeichnung mit Leerzeichen um den Bindestrich und wird daher bei Präfixsuche nicht gefunden. Andere Bezugsdokumente zu Cyclamat (Suche nach „cyklamin“, 03.10.2026) enthält die Datenbankkopie nicht.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). Gegenstand: Lebensmittelkonzentrate, alkoholfreie Getränke (mit und ohne Kohlensäure, Säfte, Sirupe), Nahrungsergänzungsmittel (AB 377); alkoholfreie Getränke, Nahrungsergänzungsmittel (AB 451); alkoholfreie Getränke, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel (AB 583); Lebensmittel — flexibler Umfang, „Gehalt an Lebensmittelzusatzstoffen“ (AB 400). Merkmal und Bereich: Cyclamsäure (50–2000) mg/kg in festen und (10–800) mg/l in flüssigen Proben sowie Natriumcyclamat (56–2245) mg/kg und (11–898) mg/l (AB 377); Cyclamsäure (18–534) mg/l oder mg/kg (AB 451); Cyclamat (10–2000) mg/l oder mg/kg (AB 583). Technik: HPLC-DAD (AB 377, AB 400), HPLC-UV/VIS (AB 451), HPLC-UV (AB 583).
WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Bei der Größe: die Norm gibt das Ergebnis als Cyclohexylsulfamidsäure an (7.1–7.3), der Standard wird aber als Natriumcyclamat eingewogen; der Umrechnungsfaktor steht zweimal mit unterschiedlicher vierter Stelle in der Norm — 0,8909 in der Fußnote zu 4.8 und 0,8906 in der Anmerkung zu 7.3; AB 377 gibt Bereiche getrennt für die Säure und für Natriumcyclamat an (z. B. 2000 und 2245 mg/kg). Bei der Matrix: validiert wurde an Limonade, einem Orangensaftgetränk, Fruchtjoghurt und Sprühsahne, und die Präzisionsdaten gelten möglicherweise nicht für andere Matrices und Bereiche (1, 8.1); die Liste der Matrices aus Erfahrung nennt keine Nahrungsergänzungsmittel, die drei Laboratorien im Umfang haben. Bei der Vorbereitung: Schokolade und Mayonnaise erfordern vor der Klärung eine Entfettung mit Petrolether (6.1.3, 6.1.4), und bei großem unlöslichem Rückstand (über etwa 3 g) wird Zentrifugieren empfohlen, um das Volumen des Rückstands zu berücksichtigen. Bei der Derivatisierung: die Hypochloritlösung muss 1,7 % Aktivchlor enthalten, regelmäßig geprüft (4.6); derivatisierte Lösungen sind nur 24 h bei +4 °C stabil (6.2). Bei der Chromatographie: mit Diodenarray oder bei zweiter Wellenlänge erkannte Störungen erfordern andere Bedingungen (5.1.2), und zu kurze Injektionsabstände führen leicht zu Verwechslungen mit Peaks früherer Proben (6.3). Beim Bereich: die Präzisionsdaten umfassen Gehalte von 178,3–647,6 mg/l oder mg/kg; die Laboratorien geben Bereiche von 10 bis 2000 mg/l oder mg/kg an.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Das Verfahren zur Bestimmung des Aktivchlors (Anhang A), das Beispielchromatogramm (Anhang B), die ausführlichen Präzisionsdaten (Anhang C) und die Literatur zitieren wir nicht — sie liegen außerhalb der Leseprobe. Höchstmengen für Cyclamat aus dem Zusatzstoffrecht geben wir nicht an.
Prinzip der Methode
Natriumcyclamat wird mit Wasser aus der Probe extrahiert — nach Verdünnung, Klärung mit Carrez-Reagenzien oder nach Entfettung mit Petrolether — und 20 ml der Lösung werden mit Schwefelsäure angesäuert und in Gegenwart von n-Heptan mit Natriumhypochlorit oxidiert; dabei entsteht N,N-Dichlorcyclohexylamin, das in das Heptan übergeht. Die mit Natriumcarbonat gewaschene und mit Natriumsulfat getrocknete Heptanphase wird an einer Umkehrphasensäule (C18, Methanol–Wasser 80:20) getrennt und die Absorption bei 314 nm gemessen. Die Konzentration der Cyclohexylsulfamidsäure wird mit externem Standard oder aus einer Kalibrierkurve in mg/kg oder mg/l bestimmt.
Anwendungen
- Cyclamat in Lebensmitteln: validiert an Limonade, Orangensaftgetränk, Fruchtjoghurt und Sprühsahne; nach Erfahrung auch in Obsterzeugnissen, Konfitüren, Nektaren, Bonbons, Desserts und Speiseeis (1)
- Flüssige und halbfeste Erzeugnisse, Schokolade und Fettemulsionen — eigene Vorbereitungsverfahren (6.1)
- Alkoholfreie Getränke, Lebensmittelkonzentrate, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien bei PCA
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | PN-EN 12857:2002 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; EN 12857:1999 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh) |
| Derivatisierung (6.2) | 20 ml Lösung + 1 ml H2SO4 50 % + 10,0 ml n-Heptan + 2,5 ml NaOCl (1,7 % Aktivchlor), 1 min; Produkt 24 h bei +4 °C stabil |
| Chromatographie (5.1.2, 6.3) | RP C18, 5 µm, 250 × 4 mm; Methanol–Wasser 80:20; 1,0 ml/min; 20 µl; UV 314 nm |
| Ergebnis (7) | Cyclohexylsulfamidsäure, mg/kg oder mg/l, ohne Nachkommastellen |
| Faktor Natriumcyclamat → Säure (4.8, 7.3) | 0,8909 (Fußnote zu 4.8) und 0,8906 (Anmerkung zu 7.3) — beide Werte im Normtext |
| Präzision (8.2, 8.3) | z. B. Limonade 435,9 mg/l: r 16,7, R 38,1 mg/l; Fruchtjoghurt 647,6 mg/kg: r 42,4, R 168,4 mg/kg |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026) | 4 Laboratorien, 4 Datensätze in der Datenbankkopie und 4 Zeilen bei PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 12857“) — 3 auf dem Produktivserver (ohne AB 377) |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 12857:2002
- Titel (PL)
- Artykuły żywnościowe — Oznaczanie zawartości cyklaminianu — Metoda wysokosprawnej chromatografii cieczowej
- Title (EN)
- Foodstuffs — Determination of cyclamate — High performance liquid chromatographic method
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probenlösung
Flüssig — auf etwa 400 mg/l; halbfest — 15 g, Wasser, Ultraschall, Carrez; Schokolade und Mayonnaise — Entfettung mit Petrolether (6.1). PN-EN 12857:2002 ohne Rückzugsvermerk im PKN (03.10.2026).
-
Derivatisierung
20 ml + Schwefelsäure + n-Heptan + Hypochlorit, 1 min; Waschen mit Natriumcarbonat, Trocknen mit Natriumsulfat; unter dem Abzug (6.2).
-
Chromatographie
Konditionierung der Säule mit Wasser und EDTA; Injektion 20 µl, 1,0 ml/min, 314 nm; Identifizierung über Retentionszeit und Spektrum (6.3).
-
Kalibrierung
Externer Standard oder Kalibrierkurve aus Lösungen von 10–800 mg/l, Prüfung der Linearität (6.4).
-
Ergebnis
Formel (1) oder (2), mg/kg oder mg/l Cyclohexylsulfamidsäure, ohne Nachkommastellen (7).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Flüssigchromatograph mit UV-Detektor | 314 nm, vorzugsweise Diodenarray; Messung von Peakflächen oder -höhen (5.1.1) | — |
| Umkehrphasensäule | Z. B. RP C18, 5 µm, 250 mm × 4 mm, mit Vorsäule RP C18 (5.1.2) | — |
| Zentrifuge | Mindestens 1400 g, dichte Glasröhrchen von etwa 50 ml (5.7, 5.8) | — |
| Ultraschallbad und Wasserbad 60 °C | Extraktion, Schmelzen der Schokolade, Abdampfen des Petrolethers (5.2, 5.6) | — |
| Scheidetrichter | 50 ml und 100 ml — Derivatisierung und Phasentrennung (5.9) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Natriumhypochlorit, Lösung mit 1,7 % Aktivchlor | — | Oxidation des Cyclamats; Chlorgehalt regelmäßig geprüft (4.6) |
| n-Heptan für die HPLC | — | Extraktion des N,N-Dichlorcyclohexylamins (4.2) |
| Schwefelsäure 50 % | — | Ansäuern vor der Derivatisierung (4.7) |
| Carrez-Lösungen I und II | — | Kaliumhexacyanoferrat(II) 15 g/100 ml, Zinksulfat 30 g/100 ml — Klärung (4.9, 4.10) |
| Petrolether 40–60 °C | — | Entfettung von Schokolade und Emulsionen (4.3) |
| Natriumcyclamat — Standardlösungen | — | 10–800 mg/l Cyclohexylsulfamidsäure (4.8) |
| Methanol für die HPLC und EDTA-Lösung 10 g/l | — | Mobile Phase und Konditionierung der Säule (4.1, 4.11, 4.12) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Bei der Derivatisierung entsteht Chlor — nur unter einem wirksamen Abzug (Warnung in 6.2)
- Petrolether, n-Heptan und Methanol — entzündlich; Hypochlorit und Schwefelsäure — ätzend
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 12857:2002 — „Foodstuffs — Determination of cyclamate — High performance liquid chromatographic method“.
Wie funktioniert diese Methode?
Natriumcyclamat wird mit Wasser aus der Probe extrahiert — nach Verdünnung, Klärung mit Carrez-Reagenzien oder nach Entfettung mit Petrolether — und 20 ml der Lösung werden mit Schwefelsäure angesäuert und in Gegenwart von n-Heptan mit Natriumhypochlorit oxidiert; dabei entsteht N,N-Dichlorcyclohexylamin, das in das Heptan übergeht. Die mit Natriumcarbonat gewaschene und mit Natriumsulfat getrocknete Heptanphase wird an einer Umkehrphasensäule (C18, Methanol–Wasser 80:20) getrennt und die Absorption bei 314 nm gemessen.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 12857:2002 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; EN 12857:1999 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh); Derivatisierung (6.2): 20 ml Lösung + 1 ml H2SO4 50 % + 10,0 ml n-Heptan + 2,5 ml NaOCl (1,7 % Aktivchlor), 1 min; Produkt 24 h bei +4 °C stabil; Chromatographie (5.1.2, 6.3): RP C18, 5 µm, 250 × 4 mm; Methanol–Wasser 80:20; 1,0 ml/min; 20 µl; UV 314 nm; Ergebnis (7): Cyclohexylsulfamidsäure, mg/kg oder mg/l, ohne Nachkommastellen.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Flüssigchromatograph mit UV-Detektor, Umkehrphasensäule, Zentrifuge, Ultraschallbad und Wasserbad 60 °C, Scheidetrichter.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Cyclamat in Lebensmitteln: validiert an Limonade, Orangensaftgetränk, Fruchtjoghurt und Sprühsahne; nach Erfahrung auch in Obsterzeugnissen, Konfitüren, Nektaren, Bonbons, Desserts und Speiseeis (1); Flüssige und halbfeste Erzeugnisse, Schokolade und Fettemulsionen — eigene Vorbereitungsverfahren (6.1); Alkoholfreie Getränke, Lebensmittelkonzentrate, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien bei PCA.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Bei der Derivatisierung entsteht Chlor — nur unter einem wirksamen Abzug (Warnung in 6.2); Petrolether, n-Heptan und Methanol — entzündlich; Hypochlorit und Schwefelsäure — ätzend.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 12857.