🦠 Zählung sulfitreduzierender Bakterien, die unter anaeroben Bedingungen wachsen, in Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben aus der Lebensmittelherstellung — je 1 ml der flüssigen Probe oder Erstverdünnung und weiterer dezimaler Verdünnungen (je zwei Platten) wird mit auf 44–47 °C abgekühltem Eisensulfit-Agar übergossen, nach dem Erstarren mit 5–10 ml überschichtet und in Anaerobentöpfen bei 37 ± 1 °C für 24–48 h bebrütet (bei Verdacht auf thermophile Bakterien ein zweiter Satz bei 50 ± 1 °C); gezählt werden schwarze Kolonien (Eisen(II)-sulfid) auf Platten mit weniger als 150 typischen und weniger als 300 Kolonien insgesamt; eine wahlweise Hitzebehandlung der Suspension ergibt die Sporenzahl, PN-ISO 15213

Mikrobiologie PN-ISO 15213

Kurz gefasst

Sulfitreduzierende Bakterien, die unter anaeroben Bedingungen wachsen, bilden auf Agar mit Sulfit und Eisen(III)-citrat schwarze Kolonien — Eisen(II)-sulfid entsteht aus Sulfid und dem Eisen des Nährbodens. Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 15213:2005; STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 15213:2005 — im PKN am 23.02.2024 ZURÜCKGEZOGEN, ersetzt durch PN-EN ISO 15213-1:2023-08; ISO 15213:2003 — „Withdrawn“, 95.99 (iTeh). Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Sulfitreduzierende Bakterien unter anaeroben Bedingungen in Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben aus der Lebensmittelherstellung (1), Sporenzahl nach Hitzebehandlung der Suspension; nach Bestätigung — Clostridium (9.2, 9.5), Obst-, Gemüse-, Fleisch-, Fisch- und Milcherzeugnisse, Abfälle, Pflanzenhilfsmittel — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-ISO 15213:2005
  • Kategorie: Mikrobiologie
  • Verfahrensschritte: 5
  • STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 15213:2005 — im PKN am 23.02.2024 ZURÜCKGEZOGEN, ersetzt durch PN-EN ISO 15213-1:2023-08; ISO 15213:2003 — „Withdrawn“, 95.99 (iTeh)
  • Was die Nachfolgerin änderte (Vorwort ISO 15213-1): nur Clostridium spp. mit Bestätigung; Sulfit 1,0 → 0,5 g/l; ohne Röhrchen und 50 °C; Behandlung 10 min/80 °C wahlweise
  • Nährboden (5.1): Casein 15 g, Soja 5 g, Hefe 5 g, Na2S2O5 1 g, Ammoniumeisen(III)-citrat 1 g, Agar 9–18 g/l; pH 7,6 ± 0,2; 121 °C, 15 min

Übersicht

WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der ISO 15213:2003 (englischer Text, erste Ausgabe vom 01.05.2003): Titelseite, Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–11 und Überschrift von Anhang A (normativ, „Diagram of procedure“) — die Leseprobe endet auf Seite 5, vor dem Schema selbst. Zahlenwerte (Temperaturen, Zeiten, Volumina, Nährbodenzusammensetzung) fallen im Rohtext aus den Sätzen heraus — wir ordnen sie nach dem Seitenlayout zu (pdftotext -layout). Ein Teil eines Satzes in 9.5 ist in der Leseprobe durch ein Wasserzeichen verdeckt. Die Nachfolgerin lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN ISO 15213-1:2023 (Inhaltsverzeichnis, Vorwort mit Liste der Änderungen, Einleitung).

NACH DEM TEXT DER ISO 15213:2003. Die Norm erarbeitete ISO/TC 34 „Lebensmittel“, Unterkomitee SC 9 „Mikrobiologie“. Einleitung: ein horizontales Verfahren passt möglicherweise nicht in jeder Einzelheit zu bestimmten Erzeugnissen — dann können aus berechtigten technischen Gründen spezifische Verfahren angewendet werden. Anwendungsbereich (1): Zählung sulfitreduzierender Bakterien, die unter anaeroben Bedingungen wachsen, in Erzeugnissen für den menschlichen Verzehr und die Tierernährung sowie in Umweltproben aus dem Bereich der Lebensmittelherstellung und -handhabung. Verweisungen (2): ISO 6887-1:1999, ISO 8261 (Milch), ISO 7218:1996 mit Amd 1:2001, ISO/TS 11133-1. Begriff (3.1): Bakterien, die unter den Bedingungen dieser Norm zählbare typische Kolonien bilden. Prinzip (4): zwei Platten (oder Röhrchen) mit Eisensulfit-Agar mit einer festgelegten Menge flüssiger Probe oder Erstverdünnung und zwei mit dezimalen Verdünnungen; anaerobe Bebrütung bei 37 ± 1 °C für 24–48 h (Endablesung nach 48 h), gegebenenfalls bei 50 °C bei Verdacht auf thermophile Bakterien; gezählt werden typische schwarze Kolonien — die Schwärzung der Kolonien und umgebenden Zonen ist Eisen(II)-sulfid aus der Reaktion von Sulfidionen mit dem Eisen(III) des Nährbodens; Ergebnis je Milliliter oder Gramm. Nährboden (5.1): enzymatisches Caseinhydrolysat 15 g, pankreatisches Sojahydrolysat 5 g, Hefeextrakt 5 g, Dinatriumdisulfit (Na2S2O5) 1 g, Ammoniumeisen(III)-citrat 1 g, Agar 9–18 g (je nach Gelstärke), Wasser 1000 ml; pH nach Sterilisation 7,6 ± 0,2 bei 25 °C; Portionen von 250 ml in 500-ml-Kolben, für Röhrchen 20 oder 25 ml; Sterilisation 15 min bei 121 °C; unmittelbar vor Gebrauch entlüften; Verdünnungsmittel — Pepton-Kochsalzlösung nach ISO 6887-1:1999, 5.2.1. Geräte (6): Homogenisator, Wasserbad 44–47 °C, Anaerobentöpfe mit System zur Kontrolle der anaeroben Bedingungen, Brutschrank 37 ± 1 °C und bei Bedarf 50 ± 1 °C, Röhrchen 16 mm × 160 mm, 500-ml-Kolben. Probenahme (7): nicht Teil des Verfahrens. Vorbereitung (8, 9.2): nach ISO 6887-1, ISO 8261 oder spezifischen Normen; eine Hitzebehandlung der Erstverdünnung ist mitunter nötig, um vegetative Formen zu beseitigen — von einer pasteurisierenden Wirkung mit mäßiger Hitzeaktivierung (z. B. 75 °C für 20 min) bis zum Kochen für einige Minuten; das Ergebnis kann dann als Sporenzahl angegeben werden. Beimpfung (9.3): 1 ml flüssige Probe oder Erstverdünnung auf zwei Platten, 1 ml der ersten dezimalen Verdünnung (10−1 bei flüssiger Probe, 10−2 bei Erstverdünnung — so im Text) auf zwei weitere, sowie weitere Verdünnungen; in jede Platte wird im Bad auf 44–47 °C abgekühlter Agar gegossen — im Text der Leseprobe „approximately 15 min of iron sulfite agar“ (Volumeneinheit als „min“ geschrieben); die Zeit zwischen Beimpfung und Gießen soll 15 min nicht überschreiten; nach dem Erstarren eine Überschichtung von 5–10 ml desselben Nährbodens; in Röhrchen — je 1 ml in zwei Röhrchen mit Nährboden bei 44–47 °C, Erstarren im kalten Bad, Überschichtung 2–3 ml. Bebrütung (9.4): Platten in Anaerobentöpfen bei 37 ± 1 °C für 24–48 h, bei Verdacht auf thermophile Bakterien ein zweiter Satz bei 50 ± 1 °C; Röhrchen müssen nicht in Anaerobentöpfe gestellt werden. Zählung (9.5): Ablesung nach 24 und 48 h; schwarze Kolonien, gegebenenfalls mit schwarzer Zone, werden als sulfitreduzierende Bakterien gezählt; Anmerkung 1 — diffuse, unspezifische Schwärzung des Nährbodens kommt vor, besonders in Röhrchen, und Anaerobier, die nur Wasserstoff (kein H2S) bilden, können ebenfalls Sulfit reduzieren und den Nährboden schwärzen; gezählt werden Platten mit weniger als 150 typischen und weniger als 300 Kolonien insgesamt; in Röhrchen nur solche mit deutlich getrennten Kolonien; Anmerkung 2 — mit der Norm können nur Clostridium gezählt werden, wenn die Gattung an fünf Kolonien je Platte bestätigt wird (z. B. Atmungstests, Sporenbildung). Angabe der Ergebnisse (10): nach Amd 1 zu ISO 7218:1996. Prüfbericht (11): u. a. Verfahren mit Bebrütungstemperatur, Verwendung von Röhrchen und Hitzebehandlung.

WAS DIE NORM ERSETZTE UND WAS SICH FÜR DAS ERGEBNIS ÄNDERTE (nach dem Vorwort der ISO 15213-1:2023). Die erste Ausgabe der ISO 15213-1 annulliert und ersetzt ISO 15213:2003, technisch überarbeitet; erarbeitet in Zusammenarbeit mit CEN/TC 463. Wesentliche Änderungen: Anwendungsbereich um Proben aus der Primärproduktion erweitert; Gegenstand sind nun „sulfitreduzierende Clostridium spp.“, nicht „sulfitreduzierende Bakterien“ — typische Kolonien werden bestätigt; Sulfitkonzentration im Agar von 1,0 g/l auf 0,5 g/l gesenkt; Hitzebehandlung 10 min bei 80 °C wahlweise (bei hoher Begleitflora oder zur Zählung nur der Sporen); Beimpfung in Röhrchen und Bebrütung bei 50 °C für thermophile Bakterien entfernt; Beschreibung der Bestätigung hinzugefügt, Schema in Anhang A geändert, Verfahrenskenndaten (Anhang C) und ein Protokoll für Futtermittel (Anhang D) hinzugefügt. Nach der Einleitung sind die Änderungen „major“ im Sinne von ISO 17468 und haben großen Einfluss auf die Verfahrenskenndaten. Zur Reihe gehören auch ISO 15213-2 (Zählung von C. perfringens) und ISO/TS 15213-3 (Nachweis von C. perfringens).

STATUS (Stand 03.10.2026). In der PKN-Suche (Suchbegriff „15213“, 03.10.2026) PN-ISO 15213:2005 (polnische Fassung, „Führt ein: ISO 15213:2003 [IDT]“) — „Zurückgezogen und ersetzt durch PN-EN ISO 15213-1:2023-08 – englische Fassung“. Karte: Veröffentlichung 29.06.2005, Rückzug 23.02.2024, 12 Seiten, KT 3 Mikrobiologie der Lebensmittelkette, ICS 07.100.30, „Ersetzt PN-A-86034-12:1993“. Karte der PN-EN ISO 15213-1:2023-08 (englische Fassung): Veröffentlichung 08.08.2023, 34 Seiten, KT 3, führt EN ISO 15213-1:2023 und ISO 15213-1:2023 ein, „Ersetzt PN-ISO 15213:2005“, Zusatzelement PN-EN ISO 15213-1:2023-08/Ap1:2024-02E, ohne Rückzugsvermerk. Im iTeh-Katalog (gelesen 03.10.2026) hat ISO 15213:2003 den Status „Withdrawn“, Stufe 95.99, überarbeitet durch ISO 15213-1:2023, ISO 15213-2:2023 und ISO/TS 15213-3:2024.

WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer „15213“ ohne Teilnummer steht in 4 Datensätzen bei 3 Laboratorien: AB 285 (2), AB 418, AB 1866. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 285 Ausgabe Nr. 28 vom 13.01.2026, AB 418 Ausgabe Nr. 37 vom 26.01.2026, AB 1866 Ausgabe Nr. 4 vom 09.06.2026) steht die Nummer in 4 Zeilen bei denselben 3 Laboratorien; in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Die Form ist stets „PN-ISO 15213:2005“. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. AB 285 hat im selben Dokument auch eine Position mit PN-EN ISO 15213-1:2023-08. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-ISO 15213“) zeigt 5 Laboratorien — AB 285, AB 418, AB 1866 sowie AB 400 und AB 1179 — geprüft mit einer Reiterabfrage auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026; AB 400 und AB 1179 erscheinen dort über Einträge von Teilen der neuen Reihe mit dem Präfix „PN-ISO“ („PN-ISO 15213-1“, „PN-ISO 15213-2“ bei AB 400; „PN-ISO 15213-1:2023-08“ bei AB 1179), nicht über die zurückgezogene Norm.

DIE NACHFOLGERIN IN DEN UMFÄNGEN (gelesen 03.10.2026). Teil 1 der neuen Reihe („15213-1“ in beliebiger Form) steht in den aktuellen PCA-Dokumenten bei 11 Laboratorien: AB 285, AB 313, AB 370, AB 400, AB 452, AB 462, AB 819, AB 924, AB 1179, AB 1415, AB 1651; in der Datenbankkopie bei 10 (ohne AB 1651). Teil 2 (C. perfringens) — in der Datenbankkopie bei 11 Laboratorien.

WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). AB 285: Anzahl anaerober sulfitreduzierender Bakterien in Obst- und Gemüseerzeugnissen, Fleisch- und Fischerzeugnissen sowie Anzahl ihrer Sporen auch in Milch und Milcherzeugnissen und Apfelsaft; AB 418: Sporen von Anaerobiern, einschließlich sulfitreduzierender, in Abfällen (Gruppen I, IV, V, VI, IX, XI und weitere nach DAB-11), mit Fußnote zur Verordnung des Klimaministers vom 24.12.2019 über die Bedingungen, unter denen Abfälle als infektiös gelten; AB 1866: Anzahl anaerober (sulfitreduzierender) Mikroorganismen in Pflanzenhilfsmitteln (Bodenverbesserer, Kultursubstrate, mikrobielle Düngeprodukte). Technik: Plattenverfahren (Gussplatte).

WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Beim Status: alle drei Laboratorien verweisen auf PN-ISO 15213:2005, im PKN am 23.02.2024 zurückgezogen; die Nachfolgerin zählt eine andere Größe — nur Clostridium spp. mit Bestätigung — auf einem Nährboden mit halbem Sulfitgehalt, die Ergebnisse beider Normen sind daher nicht austauschbar (Vorwort und Einleitung der ISO 15213-1). Beim Gegenstand: der Anwendungsbereich der Norm umfasst Lebensmittel, Futtermittel und Umweltproben aus der Lebensmittelherstellung (1) — Abfälle (AB 418) und Pflanzenhilfsmittel (AB 1866) sind darin nicht genannt. Beim Ablesen: die Schwärzung des Nährbodens kann unspezifisch sein, besonders in Röhrchen, und Anaerobier, die nur Wasserstoff bilden, reduzieren ebenfalls Sulfit (9.5, Anmerkung 1). Bei Sporen: die Hitzebehandlung (z. B. 75 °C, 20 min) ändert die Messgröße in die Sporenzahl und muss im Bericht stehen (9.2, 11 c). Beim Zählen: nur Platten mit weniger als 150 typischen und weniger als 300 Kolonien insgesamt (9.5). Bei der Temperatur: ein zweiter Satz bei 50 °C nur bei Verdacht auf thermophile Bakterien (9.4) — die Nachfolgerin hat diese Option nicht mehr. Beim Text: das Agarvolumen in 9.3 steht in der Leseprobe als „15 min“ — wir korrigieren die Norm nicht, wir halten die Schreibweise fest.

WAS WIR NICHT ANGEBEN. Das Schema aus Anhang A und die Angabe der Ergebnisse nach Amd 1 zu ISO 7218 zitieren wir nicht. ISO 15213-1:2023 haben wir über Vorwort und Einleitung hinaus nicht gelesen (Nährböden, Bestätigung, Präzisionsdaten, Protokoll für Futtermittel).

Prinzip der Methode

Die flüssige Probe oder Erstverdünnung und ihre dezimalen Verdünnungen werden zu je 1 ml auf zwei Platten gegeben, mit Eisensulfit-Agar (Dinatriumdisulfit und Ammoniumeisen(III)-citrat je 1 g/l) bei 44–47 °C übergossen, nach dem Erstarren überschichtet und anaerob bei 37 °C für 24–48 h bebrütet. Sulfitreduzierende Bakterien bilden Sulfid, das mit dem Eisen(III) des Nährbodens schwarzes Eisen(II)-sulfid ergibt; schwarze Kolonien werden auf Platten mit weniger als 150 typischen Kolonien gezählt und auf Gramm oder Milliliter umgerechnet. Eine Hitzebehandlung der Suspension beschränkt das Ergebnis auf Sporen.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
STATUS (Stand 03.10.2026)PN-ISO 15213:2005 — im PKN am 23.02.2024 ZURÜCKGEZOGEN, ersetzt durch PN-EN ISO 15213-1:2023-08; ISO 15213:2003 — „Withdrawn“, 95.99 (iTeh)
Was die Nachfolgerin änderte (Vorwort ISO 15213-1)nur Clostridium spp. mit Bestätigung; Sulfit 1,0 → 0,5 g/l; ohne Röhrchen und 50 °C; Behandlung 10 min/80 °C wahlweise
Nährboden (5.1)Casein 15 g, Soja 5 g, Hefe 5 g, Na2S2O5 1 g, Ammoniumeisen(III)-citrat 1 g, Agar 9–18 g/l; pH 7,6 ± 0,2; 121 °C, 15 min
Bebrütung (9.4)37 ± 1 °C, 24–48 h in Anaerobentöpfen; bei Thermophilen zweiter Satz 50 ± 1 °C
Zählung (9.5)schwarze Kolonien; Platten < 150 typische und < 300 Kolonien insgesamt; Ablesung nach 24 und 48 h
Sporen (9.2)Hitzebehandlung der Suspension, z. B. 75 °C für 20 min, bis zum Kochen für einige Minuten
Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026)zurückgezogene Ausgabe: 3 Laboratorien, 4 Datensätze in der Kopie und 4 Zeilen bei PCA; Reiter „PN-ISO 15213“ — 5 (mit AB 400 und AB 1179 über Teile der neuen Reihe); ISO 15213-1 bei PCA — 11 Laboratorien

Norm

Normnummer
PN-ISO 15213:2005
Titel (PL)
Mikrobiologia żywności i pasz — Horyzontalna metoda oznaczania liczby bakterii redukujących siarczany(IV) rosnących w warunkach beztlenowych
Title (EN)
Microbiology of food and animal feeding stuffs — Horizontal method for the enumeration of sulfite-reducing bacteria growing under anaerobic conditions

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Suspension und Verdünnungen

    Nach ISO 6887-1, ISO 8261 oder spezifischer Norm; gegebenenfalls Hitzebehandlung für Sporen (9.2). PN-ISO 15213:2005 im PKN am 23.02.2024 zurückgezogen (03.10.2026).

  2. Beimpfung

    Je 1 ml auf zwei Platten aus jeder Stufe; Agar 44–47 °C innerhalb von 15 min nach Beimpfung gegossen; Überschichtung 5–10 ml (9.3).

  3. Bebrütung

    Anaerob, 37 ± 1 °C, 24–48 h; bei Thermophilen zweiter Satz 50 ± 1 °C (9.4).

  4. Zählung

    Schwarze Kolonien nach 24 und 48 h; Platten < 150 typische und < 300 Kolonien insgesamt (9.5).

  5. Ergebnis

    Anzahl je Gramm oder Milliliter nach Amd 1 zu ISO 7218:1996; im Bericht Temperatur, Röhrchen und Hitzebehandlung (10, 11).

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
AnaerobentöpfeMit Erzeugung anaerober Atmosphäre und Kontrolle der Bedingungen (6.3)—
Brutschrank37 ± 1 °C und bei Bedarf 50 ± 1 °C (6.4)—
Wasserbad44–47 °C zum Abkühlen des Agars vor dem Gießen (6.2)—
Petrischalen oder Röhrchen 16 × 160 mmGussplatte mit Überschichtung (6.5, 9.3)—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Eisensulfit-Agar—Mit Dinatriumdisulfit und Ammoniumeisen(III)-citrat, unmittelbar vor Gebrauch entlüftet (5.1)
Pepton-Kochsalzlösung—Verdünnungsmittel nach ISO 6887-1:1999, 5.2.1 (5.2)

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 15213:2005 — „Microbiology of food and animal feeding stuffs — Horizontal method for the enumeration of sulfite-reducing bacteria growing under anaerobic conditions“.

Wie funktioniert diese Methode?

Die flüssige Probe oder Erstverdünnung und ihre dezimalen Verdünnungen werden zu je 1 ml auf zwei Platten gegeben, mit Eisensulfit-Agar (Dinatriumdisulfit und Ammoniumeisen(III)-citrat je 1 g/l) bei 44–47 °C übergossen, nach dem Erstarren überschichtet und anaerob bei 37 °C für 24–48 h bebrütet. Sulfitreduzierende Bakterien bilden Sulfid, das mit dem Eisen(III) des Nährbodens schwarzes Eisen(II)-sulfid ergibt; schwarze Kolonien werden auf Platten mit weniger als 150 typischen Kolonien gezählt und auf Gramm oder Milliliter umgerechnet.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 15213:2005 — im PKN am 23.02.2024 ZURÜCKGEZOGEN, ersetzt durch PN-EN ISO 15213-1:2023-08; ISO 15213:2003 — „Withdrawn“, 95.99 (iTeh); Was die Nachfolgerin änderte (Vorwort ISO 15213-1): nur Clostridium spp. mit Bestätigung; Sulfit 1,0 → 0,5 g/l; ohne Röhrchen und 50 °C; Behandlung 10 min/80 °C wahlweise; Nährboden (5.1): Casein 15 g, Soja 5 g, Hefe 5 g, Na2S2O5 1 g, Ammoniumeisen(III)-citrat 1 g, Agar 9–18 g/l; pH 7,6 ± 0,2; 121 °C, 15 min; Bebrütung (9.4): 37 ± 1 °C, 24–48 h in Anaerobentöpfen; bei Thermophilen zweiter Satz 50 ± 1 °C.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Anaerobentöpfe, Brutschrank, Wasserbad, Petrischalen oder Röhrchen 16 × 160 mm.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Sulfitreduzierende Bakterien unter anaeroben Bedingungen in Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben aus der Lebensmittelherstellung (1); Sporenzahl nach Hitzebehandlung der Suspension; nach Bestätigung — Clostridium (9.2, 9.5); Obst-, Gemüse-, Fleisch-, Fisch- und Milcherzeugnisse, Abfälle, Pflanzenhilfsmittel — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Arbeit mit anaeroben Bakterien, einschließlich potenziell pathogener Clostridium — mikrobiologische Praxis nach ISO 7218; Sterilisation im Autoklaven bei 121 °C; heißer Nährboden und Wasserbad.

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-ISO 15213.

🔍 Labor finden, das diese Prüfung durchführt