🌱 Gesamtstickstoff in Harnstoff und nitratfreien Harnstoffdüngern — Umsetzung von Harnstoff in Ammoniak durch Kochen mit Schwefelsäure (Kjeldahl-Tabletten mit Selen), Destillation des Ammoniaks aus alkalischer Lösung in überschüssige Schwefelsäure-Maßlösung, Rücktitration des Überschusses mit Lauge, PN-EN 15478
Kurz gefasst
Bestimmung des Gesamtstickstoffs in Harnstoff: Harnstoff wird durch Kochen mit Schwefelsäure quantitativ in Ammoniak umgewandelt, das Ammoniak aus alkalischer Lösung in einen Überschuss an Schwefelsäure-Maßlösung destilliert und die überschüssige Säure mit einer Lauge-Maßlösung gegen einen Mischindikator oder Methylrot titriert; das Verfahren gilt ausschließlich für nitratfreie Harnstoffdünger. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15478:2009 (wersja polska i angielska; EN 15478:2009 IDT); Anwendungsbereich (Abschnitt 1): ausschließlich nitratfreie Harnstoffdünger. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Harnstoff — Gesamt- oder Amidstickstoff in den Umfängen von 5 Laboratorien (AB 006, AB 284, AB 759, AB 789, AB 827), Mineralische (anorganische) Düngemittel — „Gesamt-Amidstickstoff in Harnstoff“ (AB 312, AB 779) oder Gesamtstickstoff (AB 180, AB 277) — im Rahmen des Anwendungsbereichs: nitratfreie Harnstoffdünger, Stickstoffgehalt von Harnstoff — Bereiche in den Urkunden der Laboratorien von 0,50 % bis 50,0 % N.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 15478:2009 (wersja polska i angielska; EN 15478:2009 IDT)
- Kategorie: Physikochemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Karten, Stand 02.10.2026): PN-EN 15478:2009 gültig — polnische Fassung (veröffentlicht 25-09-2014) und englische Fassung (veröffentlicht 16-02-2009)
- Ausgabe (aus der PKN-Karte): PN-EN 15478:2009, polnische Fassung; 18 Seiten, KT 156 Düngemittel, ICS 65.080; führt EN 15478:2009 [IDT] ein; EN 15478:2009 ersetzte CEN/TS 15478:2006
- Anwendungsbereich (Abschnitt 1): ausschließlich nitratfreie Harnstoffdünger
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Anwendungsbereich aus der PKN-Katalogkarte PN-EN 15478:2009 (polnische Fassung), vollständig (unsere Übersetzung des polnischen Kartentexts): „Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Bestimmung des Gesamtstickstoffs in Harnstoff fest. Dieses Verfahren gilt ausschließlich für Harnstoffdünger, die keine Nitrate enthalten.“ Den Normtext lesen wir in der Leseprobe von SIST EN 15478:2009 (EN 15478:2009) vom Deckblatt bis Bild 2 (Destillationsapparatur 2, Seite 7); den Rest — Bilder 3 und 4, Probenahme und Probenvorbereitung (7), Durchführung (8), Berechnung (9), Präzision (10), Prüfbericht (11) und Anhang A mit den Ergebnissen der Ringversuche — haben wir nicht.
NACH DEM TEXT VON EN 15478:2009 (Vorwort, Abschnitte 1–6.1, Bilder 1–2). Die Norm wurde von CEN/TC 260 „Fertilizers and liming materials“ (Sekretariat DIN) im Auftrag der Europäischen Kommission und der EFTA erarbeitet; sie ersetzte die Technische Spezifikation CEN/TS 15478:2006. Anwendungsbereich (Abschnitt 1): Gesamtstickstoff in Harnstoff; das Verfahren wird ausschließlich für nitratfreie Harnstoffdünger angewendet. Normative Verweisungen: EN 1482-2 (Probenvorbereitung von Düngemitteln), EN 12944-1:1999 und EN 12944-2:1999 (Düngemittel-Terminologie), EN ISO 3696:1995 (Wasser für Analysenzwecke). Prinzip (Abschnitt 4): Harnstoff wird durch Kochen in Gegenwart von Schwefelsäure quantitativ in Ammoniak umgewandelt; das Ammoniak wird aus alkalischem Medium destilliert und das Destillat in überschüssiger Schwefelsäure-Maßlösung aufgefangen; der Säureüberschuss wird mit einer Lauge-Maßlösung titriert. Reagenzien (Abschnitt 5): nur anerkannter analytischer Reinheit; destilliertes oder entmineralisiertes Wasser, frei von Kohlendioxid und allen Stickstoffverbindungen (Qualität 3 nach EN ISO 3696:1995); Kjeldahl-Tabletten zu 5 g mit 100 Teilen K2SO4 auf 1 Teil Selen (5.2); konzentrierte Schwefelsäure, ρ20 = 1,84 g/ml (5.3); Natronlauge etwa 500 g/l (5.4); Schwefelsäure c = 0,05 mol/l und carbonatfreie Natron- oder Kalilauge c = 0,1 mol/l — für den Blindversuch (5.5, 5.6); Schwefelsäure c = 0,5 mol/l (5.7) und carbonatfreie Natron- oder Kalilauge c = 1,0 mol/l (5.8); Mischindikator (5.9.1): Lösung A — 1 g Methylrot in 37 ml Natronlauge 0,1 mol/l, mit Wasser auf 1 l aufgefüllt, Lösung B — 1 g Methylenblau in 1 l Wasser, 1 Volumenteil A mit 2 Volumenteilen B gemischt; der Indikator ist in saurer Lösung violett, in neutraler grau und in alkalischer grün, verwendet werden 0,5 ml (10 Tropfen); stattdessen dürfen 4–5 Tropfen Methylrot verwendet werden (5.9.2), rot in saurer und gelb in alkalischer Lösung; Siedesteinchen, z. B. mit Salzsäure gewaschener und geglühter Bimsstein (5.10); Harnstoff p. a. (5.11). Geräte (6.1): Destillationsapparatur aus einem Rundkolben geeigneten Inhalts, über einen Spritzschutzaufsatz mit einem Kühler verbunden, aus Borosilicatglas; empfohlene Bauarten zeigen die Bilder 1–4; automatische Destillationsapparaturen dürfen verwendet werden, wenn die Ergebnisse statistisch gleichwertig sind. Bild 1: Langhals-Rundkolben 1000 ml, Destillationsrohr mit Spritzschutzaufsatz, mit dem Kühler über Kugelschliff Nr. 18 (oder Gummiverbindung) verbunden, Tropftrichter mit PTFE-Hahn zur Zugabe der Natronlauge, Sechskugelkühler, 500-ml-Kolben für das Destillat. Bild 2: Kurzhals-Rundkolben 1000 ml mit Kugelschliff Nr. 35, Destillationsrohr mit Spritzschutzaufsatz und seitlichem Trichter mit PTFE-Hahn, Sechskugelkühler, 500-ml-Kolben für das Destillat; hier endet die gelesene Leseprobe.
STATUS (Karten, Stand 02.10.2026). Die Karte PN-EN 15478:2009 (polnische Fassung) hat keinen Vermerk „Zurückgezogen“ — die Norm ist GÜLTIG: veröffentlicht 25-09-2014, 18 Seiten, Preisgruppe J, Sektor Chemie, KT 156 Düngemittel, ICS 65.080, „Führt ein: EN 15478:2009 [IDT]“. Karte PN-EN 15478:2009 (englische Fassung): ohne Vermerk „Zurückgezogen“, veröffentlicht 16-02-2009, 14 Seiten, Preisgruppe G, Feld „Anwendungsbereich“: „Es wird ein Verfahren zur Bestimmung des Gesamtstickstoffs in Harnstoff beschrieben. Das Verfahren gilt für Harnstoffdünger, die keine Nitrate enthalten“. Die PKN-Suche nach „PN-EN 15478“ (02.10.2026) zeigt nur diese beiden Fassungen der Ausgabe 2009; keine Karte hat einen Eintrag „Ersetzt“ oder „Ersetzt durch“.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Daten bis 17.09.2026, gelesen 02.10.2026). Die Nummer 15478 steht in 9 Datensätzen von 9 Laboratorien: AB 006, AB 180, AB 277, AB 284, AB 312, AB 759, AB 779, AB 789, AB 827. Aktuelle Umfänge auf den PCA-Seiten (gelesen 02.10.2026, Ausgaben der Umfänge vom 07.03.2025 bis 05.08.2026): je eine Position, überall „PN-EN 15478:2009“; bei AB 180 stehen in derselben Position auch PN-EN 15604:2012 und PN-EN 15750:2009 Verfahren A. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ sucht Einträge, die MIT „PN-EN 15478“ BEGINNEN, und zeigt alle 9 Laboratorien — geprüft mit der Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 02.10.2026: 9 Laboratorien und 9 Positionen; unter „EN 15478“ — 0.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). Gegenstand: Harnstoff — AB 006, AB 284, AB 759, AB 789, AB 827; mineralische (anorganische) Düngemittel — AB 180, AB 277, AB 312, AB 779 (bei AB 312 und AB 779 heißt die Größe „Gehalt an Gesamt-Amidstickstoff in Harnstoff“). Größe: „Gesamtstickstoffgehalt“ — AB 180, AB 277, AB 284, AB 759, AB 789, AB 827; „Amidstickstoffgehalt“ — AB 006; „Gehalt an Gesamt-Amidstickstoff in Harnstoff“ — AB 312, AB 779. Überall „Titrimetrisches Verfahren“. Bereiche: (22,0–46,5) % (AB 006), (1,00–47,0) % (AB 180, gemeinsam für drei Normen), (0,50–50,0) % (AB 277), (5,0–48,6) % (AB 284), (1,00–50,0) % (AB 312), (40,0–50,0) % (AB 759), (14,0–47,0) % (AB 779), (31,0–46,6) % (AB 789), (30,0–50,0) % (AB 827).
WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Bei der Probe: das Verfahren gilt AUSSCHLIESSLICH für nitratfreie Harnstoffdünger — der Anwendungsbereich schließt nitrathaltige Düngemittel aus; die allgemein als „mineralische (anorganische) Düngemittel“ beschriebenen Positionen (AB 180, AB 277) umfassen mehr Gegenstände, als der Anwendungsbereich dieser Norm erlaubt (bei AB 180 stehen in derselben Position auch PN-EN 15604:2012 und PN-EN 15750:2009 Verfahren A — deren Anwendungsbereiche beschreiben wir hier nicht). Beim Namen: die Umfänge nennen „Gesamtstickstoff“, „Amidstickstoff“ oder „Gesamt-Amidstickstoff“ — die Norm bestimmt Gesamtstickstoff in Harnstoff; die Bezeichnungen in den Umfängen sind keine Bezeichnungen aus der Norm. Bei den Reagenzien: das Wasser muss frei von CO2 und Stickstoffverbindungen sein (Qualität 3), die Laugen zur Titration — carbonatfrei; der Blindversuch hat eigene Lösungen 0,05 mol/l und 0,1 mol/l. Bei der Apparatur: eine automatische Apparatur darf nur bei statistisch gleichwertigen Ergebnissen zur Apparatur der Bilder 1–4 verwendet werden.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Wir haben die Bilder 3 und 4 nicht, auch nicht Abschnitt 7 (Probenahme und Probenvorbereitung nach EN 1482-2), Abschnitt 8 (Einwaage, Menge an Säure und Tabletten, Kochzeit, Volumina bei Destillation und Titration, Durchführung des Blindversuchs), Abschnitt 9 (Formel für den Stickstoffgehalt), Abschnitt 10 (Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit) oder Anhang A — wir geben daher keine Einwaage, Zeiten, Formel und Präzision an.
Prinzip der Methode
Harnstoff wird durch Kochen mit Schwefelsäure (mit Kjeldahl-Tabletten aus Kaliumsulfat und Selen) quantitativ in Ammoniak umgewandelt; nach dem Alkalisieren der Lösung mit Natronlauge wird das Ammoniak in einen Überschuss an Schwefelsäure-Maßlösung destilliert, und die überschüssige Säure wird mit carbonatfreier Natron- oder Kalilauge-Maßlösung gegen einen Mischindikator (Methylrot mit Methylenblau) oder Methylrot titriert; aus der Differenz wird der Gesamtstickstoff berechnet.
Anwendungen
- Harnstoff — Gesamt- oder Amidstickstoff in den Umfängen von 5 Laboratorien (AB 006, AB 284, AB 759, AB 789, AB 827)
- Mineralische (anorganische) Düngemittel — „Gesamt-Amidstickstoff in Harnstoff“ (AB 312, AB 779) oder Gesamtstickstoff (AB 180, AB 277) — im Rahmen des Anwendungsbereichs: nitratfreie Harnstoffdünger
- Stickstoffgehalt von Harnstoff — Bereiche in den Urkunden der Laboratorien von 0,50 % bis 50,0 % N
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Karten, Stand 02.10.2026) | PN-EN 15478:2009 gültig — polnische Fassung (veröffentlicht 25-09-2014) und englische Fassung (veröffentlicht 16-02-2009) |
| Ausgabe (aus der PKN-Karte) | PN-EN 15478:2009, polnische Fassung; 18 Seiten, KT 156 Düngemittel, ICS 65.080; führt EN 15478:2009 [IDT] ein; EN 15478:2009 ersetzte CEN/TS 15478:2006 |
| Anwendungsbereich (Abschnitt 1) | ausschließlich nitratfreie Harnstoffdünger |
| Aufschluss (Abschnitt 4, 5.2, 5.3) | Kochen mit konzentrierter Schwefelsäure (ρ20 = 1,84 g/ml) und Kjeldahl-Tabletten zu 5 g (100 Teile K2SO4 : 1 Teil Se) |
| Lösungen (5.4–5.8) | NaOH etwa 500 g/l (Alkalisieren); Maßlösungen: H2SO4 0,5 mol/l und carbonatfreie NaOH oder KOH 1,0 mol/l; für den Blindversuch — H2SO4 0,05 mol/l und Lauge 0,1 mol/l; Volumina (Abschnitt 8) — NICHT ANGEGEBEN |
| Indikator (5.9) | Mischindikator: Methylrot + Methylenblau (1 : 2), violett/grau/grün, 0,5 ml (10 Tropfen); oder Methylrot 4–5 Tropfen (rot/gelb) |
| Wasser und Apparatur (5.1, 6.1) | Wasser Qualität 3 nach EN ISO 3696, frei von CO2 und Stickstoffverbindungen; Apparatur aus Borosilicatglas (Bilder 1–4, Kolben 1000 ml und 500 ml); automatisch — bei statistisch gleichwertigen Ergebnissen |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 02.10.2026) | 9 Laboratorien, 9 Datensätze in der Datenbankkopie, 9 Positionen bei PCA (überall „PN-EN 15478:2009“); Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 15478“) — 9 Laboratorien und 9 Positionen auf dem Produktionsserver (02.10.2026) |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 15478:2009 (wersja polska i angielska; EN 15478:2009 IDT)
- Titel (PL)
- Nawozy — Oznaczanie azotu całkowitego w moczniku
- Title (EN)
- Fertilizers — Determination of total nitrogen in urea
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probe
Probenahme und Probenvorbereitung nach Abschnitt 7 und EN 1482-2 — Einzelheiten NICHT ANGEGEBEN; nur nitratfreie Harnstoffdünger. PN-EN 15478:2009 gültig (Karten, Stand 02.10.2026).
-
Umsetzung von Harnstoff in Ammoniak
Kochen der Einwaage mit konzentrierter Schwefelsäure und Kjeldahl-Tabletten (K2SO4 + Se) — Einwaage, Mengen und Zeit NICHT ANGEGEBEN.
-
Destillation
Alkalisieren der Lösung mit Natronlauge etwa 500 g/l über den Trichter mit PTFE-Hahn und Destillieren des Ammoniaks in einen Überschuss an Schwefelsäure-Maßlösung im 500-ml-Kolben; Siedesteinchen; Volumina — NICHT ANGEGEBEN.
-
Titration
Titration der überschüssigen Säure mit carbonatfreier NaOH- oder KOH-Maßlösung gegen den Mischindikator (Umschlag von violett über grau nach grün) oder Methylrot (von rot nach gelb).
-
Blindversuch und Ergebnis
Blindversuch mit Säure 0,05 mol/l und Lauge 0,1 mol/l; Berechnung des Gesamtstickstoffgehalts (Abschnitt 9) und Präzision (Abschnitt 10) — Formel und Werte NICHT ANGEGEBEN.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Destillationsapparatur (Bild 1) | Langhals-Rundkolben 1000 ml, Destillationsrohr mit Spritzschutzaufsatz (Kugelschliff Nr. 18), Trichter mit PTFE-Hahn für NaOH, Sechskugelkühler, 500-ml-Kolben für das Destillat; Borosilicatglas | — |
| Destillationsapparatur (Bild 2) | Kurzhals-Rundkolben 1000 ml mit Kugelschliff Nr. 35, Destillationsrohr mit Spritzschutzaufsatz und seitlichem Trichter mit PTFE-Hahn, Sechskugelkühler, 500-ml-Kolben; Bilder 3 und 4 — NICHT ANGEGEBEN | — |
| Automatische Destillationsapparatur | Zulässig, wenn die Ergebnisse statistisch gleichwertig zur Apparatur der Bilder 1–4 sind (6.1, Anmerkung) | — |
| Aufschluss- (Koch-) Einrichtung und Bürette | Kochen der Probe mit Schwefelsäure, Titration der überschüssigen Säure — Einzelheiten der Geräte aus dem weiteren Teil der Norm NICHT ANGEGEBEN | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Kjeldahl-Tabletten | — | 5 g je Tablette: 100 Teile Kaliumsulfat (K2SO4) auf 1 Teil Selen (5.2) |
| Konzentrierte Schwefelsäure | 7664-93-9 | ρ20 = 1,84 g/ml (5.3); Maßlösung 0,5 mol/l (5.7) und 0,05 mol/l für den Blindversuch (5.5) |
| Natriumhydroxid | 1310-73-2 | Lösung etwa 500 g/l zum Alkalisieren vor der Destillation (5.4); Maßlösung 1,0 mol/l (oder KOH), carbonatfrei (5.8), und 0,1 mol/l für den Blindversuch (5.6) |
| Mischindikator oder Methylrot | — | A: 1 g Methylrot in 37 ml NaOH 0,1 mol/l auf 1 l; B: 1 g Methylenblau auf 1 l; 1 Volumenteil A + 2 Volumenteile B; oder Methylrot allein (5.9) |
| Harnstoff p. a. und Siedesteinchen | 57-13-6 | Harnstoff p. a. (5.11); mit Salzsäure gewaschener und geglühter Bimsstein (5.10); Wasser Qualität 3 nach EN ISO 3696, frei von CO2 und Stickstoffverbindungen (5.1) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Kjeldahl-Tabletten enthalten Selen (giftig); konzentrierte Schwefelsäure und Natronlauge 500 g/l sind ätzend; Kochen mit Säure — Dämpfe, Arbeit unter dem Abzug; der gelesene Teil der Norm enthält keine Sicherheitshinweise
- FACHLICHER HINWEIS: das Verfahren gilt nur für nitratfreie Harnstoffdünger — ein Ergebnis für ein nitrathaltiges Düngemittel ist kein Ergebnis nach dieser Norm; die Bezeichnungen „Amidstickstoff“ in den Umfängen ändern nichts daran, dass die Norm Gesamtstickstoff in Harnstoff bestimmt
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15478:2009 (wersja polska i angielska; EN 15478:2009 IDT) — „Fertilizers — Determination of total nitrogen in urea“.
Wie funktioniert diese Methode?
Harnstoff wird durch Kochen mit Schwefelsäure (mit Kjeldahl-Tabletten aus Kaliumsulfat und Selen) quantitativ in Ammoniak umgewandelt; nach dem Alkalisieren der Lösung mit Natronlauge wird das Ammoniak in einen Überschuss an Schwefelsäure-Maßlösung destilliert, und die überschüssige Säure wird mit carbonatfreier Natron- oder Kalilauge-Maßlösung gegen einen Mischindikator (Methylrot mit Methylenblau) oder Methylrot titriert; aus der Differenz wird der Gesamtstickstoff berechnet.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Karten, Stand 02.10.2026): PN-EN 15478:2009 gültig — polnische Fassung (veröffentlicht 25-09-2014) und englische Fassung (veröffentlicht 16-02-2009); Ausgabe (aus der PKN-Karte): PN-EN 15478:2009, polnische Fassung; 18 Seiten, KT 156 Düngemittel, ICS 65.080; führt EN 15478:2009 [IDT] ein; EN 15478:2009 ersetzte CEN/TS 15478:2006; Anwendungsbereich (Abschnitt 1): ausschließlich nitratfreie Harnstoffdünger; Aufschluss (Abschnitt 4, 5.2, 5.3): Kochen mit konzentrierter Schwefelsäure (ρ20 = 1,84 g/ml) und Kjeldahl-Tabletten zu 5 g (100 Teile K2SO4 : 1 Teil Se).
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Destillationsapparatur (Bild 1), Destillationsapparatur (Bild 2), Automatische Destillationsapparatur, Aufschluss- (Koch-) Einrichtung und Bürette.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Harnstoff — Gesamt- oder Amidstickstoff in den Umfängen von 5 Laboratorien (AB 006, AB 284, AB 759, AB 789, AB 827); Mineralische (anorganische) Düngemittel — „Gesamt-Amidstickstoff in Harnstoff“ (AB 312, AB 779) oder Gesamtstickstoff (AB 180, AB 277) — im Rahmen des Anwendungsbereichs: nitratfreie Harnstoffdünger; Stickstoffgehalt von Harnstoff — Bereiche in den Urkunden der Laboratorien von 0,50 % bis 50,0 % N.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Kjeldahl-Tabletten enthalten Selen (giftig); konzentrierte Schwefelsäure und Natronlauge 500 g/l sind ätzend; Kochen mit Säure — Dämpfe, Arbeit unter dem Abzug; der gelesene Teil der Norm enthält keine Sicherheitshinweise; FACHLICHER HINWEIS: das Verfahren gilt nur für nitratfreie Harnstoffdünger — ein Ergebnis für ein nitrathaltiges Düngemittel ist kein Ergebnis nach dieser Norm; die Bezeichnungen „Amidstickstoff“ in den Umfängen ändern nichts daran, dass die Norm Gesamtstickstoff in Harnstoff bestimmt.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 15478.