🌱 Nitrat- und Ammoniumstickstoff in Düngemitteln nach Devarda — PN-EN 15476
Kurz gefasst
Nitrat- und Ammoniumstickstoff in Düngemitteln, in denen der Stickstoff ausschließlich in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt: Reduktion der Nitrate mit Devardascher Legierung in stark alkalischer Lösung, Destillation des Ammoniaks in Schwefelsäure-Maßlösung und Rücktitration ihres Überschusses. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15476:2009 (wersja polska z 2014 r. i wersja angielska z 2009 r.; wprowadza EN 15476:2009 [IDT]); ANWENDUNGSBEREICH — Bedingung: Stickstoffdünger, auch Mehrnährstoffdünger, in denen der Stickstoff AUSSCHLIESSLICH in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt. Das Verfahren umfasst 7 Schritte (insgesamt rund 30 Min.); eingesetzt wird sie unter anderem für: Stickstoffdünger, in denen der Stickstoff ausschließlich in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt (z. B. Salpeter, Kalkammonsalpeter, Mehrnährstoffdünger mit solchem Stickstoff), Kontrolle des angegebenen Stickstoffgehalts vor dem Inverkehrbringen eines Düngemittels und bei der amtlichen Kontrolle, Paar mit PN-EN 15475: Summe aus Nitrat- und Ammoniumstickstoff (diese Norm) und Ammoniumstickstoff allein (PN-EN 15475).
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 15476:2009 (wersja polska z 2014 r. i wersja angielska z 2009 r.; wprowadza EN 15476:2009 [IDT])
- Kategorie: Physikochemie
- Verfahrensschritte: 7
- Gesamtdauer der Schritte: 30 Min.
- STATUS (Stand der PKN-Karten am 25.09.2026): PN-EN 15476:2009 — AKTUELL; englische Fassung (16-02-2009, 13 Seiten) und polnische Fassung (23-09-2014, 16 Seiten), KT 156 Düngemittel
- Stand beim Herausgeber (CEN/iTeh-Katalog, 25.09.2026): EN 15476:2009 veröffentlicht am 21-01-2009; Stadium 90.93 — Entscheidung zur Bestätigung nach der systematischen Überprüfung
- ANWENDUNGSBEREICH — Bedingung: Stickstoffdünger, auch Mehrnährstoffdünger, in denen der Stickstoff AUSSCHLIESSLICH in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt
Übersicht
WAS FÜR EINE PRÜFUNG — ANWENDUNGSBEREICH LAUT PKN-KARTE (polnische Fassung), VOLLSTÄNDIG: „W niniejszej Normie Europejskiej określono metodę oznaczania azotu azotanowego i amonowego z redukcją z użyciem stopu Devarda (zmodyfikowana dla każdego z wariantów a, b i c). Metoda ma zastosowanie do wszystkich nawozów azotowych, w tym nawozów wieloskładnikowych, w których azot występuje wyłącznie w formie azotanowej lub w formie amonowej i azotanowej“ [Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Bestimmung von Nitrat- und Ammoniumstickstoff mit Reduktion mittels Devardascher Legierung fest (abgewandelt für jede der Varianten a, b und c). Das Verfahren ist auf alle Stickstoffdünger anwendbar, einschließlich Mehrnährstoffdünger, in denen der Stickstoff ausschließlich in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt]. Derselbe Anwendungsbereich steht in Abschnitt 1 des Textes von EN 15476:2009.
EINE GRENZE DES ANWENDUNGSBEREICHS, DIE LEICHT ÜBERSEHEN WIRD: das Wort „wyłącznie“ [ausschließlich]. Ein Düngemittel, in dem neben Nitraten und Ammoniumsalzen Harnstoff-, Cyanamid- oder organischer Stickstoff vorkommt, erfüllt die Bedingung des Anwendungsbereichs nicht — ein solches Erzeugnis deckt diese Norm nicht ab. In den Akkreditierungsumfängen ist der Prüfgegenstand bisweilen zusammenfassend eingetragen (in einem Eintrag zusammen mit Harnstoff, Kompost und organischen Düngemitteln) — das ist eine Beschreibung der Erzeugnisgruppe des Laboratoriums, keine Erweiterung des Anwendungsbereichs der Norm.
PRINZIP (Abschnitt 4). Nitrate und Nitrite werden in stark alkalischer Lösung mit einer Metalllegierung aus 45 % Al, 5 % Zn und 50 % Cu (Devardasche Legierung) zu Ammoniak reduziert. Das Ammoniak wird in ein bekanntes Volumen Schwefelsäure-Maßlösung destilliert, und der Säureüberschuss wird mit Natrium- oder Kaliumhydroxid-Maßlösung titriert. In der stark alkalischen Lösung destilliert auch das Ammoniak aus Ammoniumsalzen über, daher umfasst das Ergebnis Nitrat- und Ammoniumstickstoff zusammen — die Akkreditierungsumfänge nennen es ausdrücklich „sumą zawartości azotu azotanowego i amonowego“ [Summe des Gehalts an Nitrat- und Ammoniumstickstoff]. Ammoniumstickstoff allein bestimmt PN-EN 15475 (ein eigener Eintrag in dieser Datenbank).
DREI VARIANTEN — VERSCHIEDENE KONZENTRATIONEN DER MASSLÖSUNGEN (5.3–5.8): Variante a — Schwefelsäure 0,05 mol/l und Natrium- oder Kaliumhydroxid 0,1 mol/l; Variante b — 0,1 mol/l und 0,2 mol/l; Variante c — 0,25 mol/l und 0,5 mol/l. Die Hydroxidlösungen müssen carbonatfrei sein. Von der Variante hängen auch die Einwaage (5 g, 7 g oder 10 g — 8.1) und der zur Destillation entnommene aliquote Teil der Lösung ab (Tabellen 1–3).
DEVARDASCHE LEGIERUNG — DIE ANFORDERUNG, DIE ÜBER DIE REDUKTION ENTSCHEIDET (5.9): ein Pulver, von dem 90 % bis 100 % der Masse ein Sieb mit Öffnungen unter 0,25 mm und 50 % bis 75 % der Masse ein Sieb mit Öffnungen unter 0,075 mm passieren. Die Norm empfiehlt werkseitig abgefüllte Flaschen mit höchstens 100 g Inhalt. Zu einer Destillation werden 4 g der Legierung gegeben (8.2).
VORBEREITUNG DER LÖSUNG (8.1). Die Einwaage (5 g, 7 g oder 10 g, auf 0,001 g genau) wird in ein 250-ml-Becherglas überführt, etwa 50 ml Wasser und 20 ml Salzsäure, verdünnt 1 + 1, werden zugegeben, abgedeckt, zum Sieden erhitzt und abgekühlt. Der Inhalt wird zusammen mit dem Waschwasser in einen 500-ml-Messkolben filtriert, bis zur Marke aufgefüllt und gemischt.
DESTILLATION (8.2). Die Menge an Nitratstickstoff im aliquoten Teil darf das Maximum aus den Tabellen 1–3 nicht überschreiten. In die Vorlage werden die Schwefelsäure der Variante, der Indikator und Wasser bis 50 ml genau abgemessen; das Ende der Kühlerverlängerung muss unter der Flüssigkeitsoberfläche liegen und die Blasenfalle mit Wasser gefüllt sein. In den Destillierkolben: ein mit der Pipette entnommener aliquoter Teil der Lösung, Wasser auf ein Volumen von 250 ml bis 300 ml, 5 ml Ethanol, 4 g Devardasche Legierung, etwa 30 ml 30-prozentige Natriumhydroxidlösung und — bei in Säure gelösten Proben — eine zusätzliche Menge, die die Salzsäure des aliquoten Teils neutralisiert. Es wird vorsichtig erhitzt, sodass die Wasserstoffentwicklung innerhalb von etwa einer halben Stunde deutlich nachlässt und die Flüssigkeit zu sieden beginnt; danach stärker, sodass mindestens 200 ml Flüssigkeit in etwa 30 min überdestillieren. Die Destillation wird nicht über 45 min ausgedehnt. Nach dem Abnehmen der Vorlage werden Verlängerung und Falle gespült, und der Säureüberschuss wird mit der der Variante entsprechenden Hydroxidlösung titriert.
AUSGABEN (Stand der PKN-Karten am 25.09.2026). PN-EN 15476:2009 — englische Fassung: Veröffentlichung 16-02-2009, 13 Seiten; polnische Fassung: Veröffentlichung 23-09-2014, 16 Seiten; beide KT 156 Düngemittel, beide führen EN 15476:2009 [IDT] ein, beide ohne die Überschrift „Wycofana“ [Zurückgezogen]. Beim Herausgeber (von iTeh geführter CEN-Katalog, gelesen am 25.09.2026): EN 15476:2009 veröffentlicht am 21-01-2009, ersetzte CEN/TS 15476:2006; Stadium 90.93 — Entscheidung zur Bestätigung der Norm nach der systematischen Überprüfung (Umfrage ab 05-02-2025, Abschluss 23-09-2026).
WIE DIE AKKREDITIERUNGSUMFÄNGE DIE NORM ZITIEREN. Messung vom 25.09.2026 an der Datenbank der polnischen Akkreditierungsumfänge (1310 Laboratorien mit Einträgen): 19 Einträge bei 19 Laboratorien, alle mit der einen Schreibweise „PN-EN 15476:2009“. Prüfgegenstand meist „Nawozy mineralne (nieorganiczne)“ [Mineraldünger (anorganische)] (15 Einträge); Methodik meist „Zawartość azotu azotanowego i amonowego wg Devarda“ [Gehalt an Nitrat- und Ammoniumstickstoff nach Devarda] (7), in drei Einträgen in der Schreibweise „Dewarda“; Technik „Metoda miareczkowa“ [Titrimetrisches Verfahren] (17 Einträge, 2 ohne Technik). Die angegebenen Bereiche haben untere Grenzen von 0,40 % bis 4,50 % und obere von 20,0 % bis 50,0 %. In denselben Einträgen steht kein anderes Dokument.
DER SCHLÜSSEL DER REGISTERKARTE „LABORATORIEN“: „PN-EN 15476“ — 19 Laboratorien und 19 Einträge, ohne fremde Einträge.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Wir hatten einen vom Herausgeber zugänglich gemachten Ausschnitt des Textes von EN 15476:2009: Vorwort, Inhaltsverzeichnis und Abschnitte 1–8.2. Wir haben weder die Tabellen 1–3 (Einwaagen, aliquote Teile, Höchstmengen an Stickstoff und Säurevolumina für die Varianten) noch die Abschnitte ab 8.3 (u. a. Anmerkung 2 in 8.4, auf die die Reagenzien der Varianten b und c verweisen), die Berechnungsformel (Abschnitt 9) oder die Präzisionsangaben (Abschnitt 10 und Anhang A). Wozu das in 5.13 genannte Natriumnitrat dient, steht nicht im gelesenen Ausschnitt. Deshalb geben wir weder die Volumina der aliquoten Teile noch die Formel oder die Wiederholgrenzen an.
Prinzip der Methode
Nitrate und Nitrite werden mit Devardascher Legierung (45 % Al, 5 % Zn, 50 % Cu) in stark alkalischer Lösung zu Ammoniak reduziert; das Ammoniak wird — zusammen mit dem Ammoniak aus Ammoniumsalzen — in ein bekanntes Volumen Schwefelsäure-Maßlösung destilliert, und der Säureüberschuss wird mit Natrium- oder Kaliumhydroxid-Maßlösung titriert (Mischindikator oder Methylrot).
Anwendungen
- Stickstoffdünger, in denen der Stickstoff ausschließlich in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt (z. B. Salpeter, Kalkammonsalpeter, Mehrnährstoffdünger mit solchem Stickstoff)
- Kontrolle des angegebenen Stickstoffgehalts vor dem Inverkehrbringen eines Düngemittels und bei der amtlichen Kontrolle
- Paar mit PN-EN 15475: Summe aus Nitrat- und Ammoniumstickstoff (diese Norm) und Ammoniumstickstoff allein (PN-EN 15475)
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand der PKN-Karten am 25.09.2026) | PN-EN 15476:2009 — AKTUELL; englische Fassung (16-02-2009, 13 Seiten) und polnische Fassung (23-09-2014, 16 Seiten), KT 156 Düngemittel |
| Stand beim Herausgeber (CEN/iTeh-Katalog, 25.09.2026) | EN 15476:2009 veröffentlicht am 21-01-2009; Stadium 90.93 — Entscheidung zur Bestätigung nach der systematischen Überprüfung |
| ANWENDUNGSBEREICH — Bedingung | Stickstoffdünger, auch Mehrnährstoffdünger, in denen der Stickstoff AUSSCHLIESSLICH in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt |
| Zusammensetzung der Devardaschen Legierung | 45 % Al, 5 % Zn, 50 % Cu |
| Korngröße der Legierung — Anforderung | 90–100 % der Masse durch ein Sieb < 0,25 mm; 50–75 % der Masse durch ein Sieb < 0,075 mm; Packungen von höchstens 100 g |
| Varianten a / b / c — Maßlösungen | H₂SO₄ 0,05 / 0,1 / 0,25 mol/l; NaOH oder KOH (carbonatfrei) 0,1 / 0,2 / 0,5 mol/l |
| Einwaage und Lösung | 5 g, 7 g oder 10 g (je nach Variante), ± 0,001 g; 50 ml Wasser + 20 ml HCl 1 + 1, Sieden, Filtrieren in einen 500-ml-Kolben |
| Destillierkolben | Wasser bis 250–300 ml, 5 ml Ethanol, 4 g Devardasche Legierung, etwa 30 ml NaOH 30 % (plus die Menge zur Neutralisation der HCl) |
| Destillation — Bedingungen | mindestens 200 ml Destillat in etwa 30 min; nicht länger als 45 min |
| Wasser | Qualität 3 nach EN ISO 3696, frei von CO₂ und Stickstoffverbindungen |
| Verbreitung in den Akkreditierungsumfängen (Messung vom 25.09.2026) | 19 Einträge bei 19 Laboratorien; Registerkarte „Laboratorien“ (Schlüssel „PN-EN 15476“): 19 / 19 |
| Tabellen 1–3, Formel, Präzision | GEBEN WIR NICHT AN — Text gelesen bis 8.2 |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 15476:2009 (wersja polska z 2014 r. i wersja angielska z 2009 r.; wprowadza EN 15476:2009 [IDT])
- Titel (PL)
- Nawozy — Oznaczanie azotu azotanowego i amonowego według Devarda
- Title (EN)
- Fertilizers — Determination of nitric and ammoniacal nitrogen according to Devarda
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probe
Probenvorbereitung nach EN 1482-2; die Probenahme ist nicht Teil des Verfahrens.
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Wahl der Variante
Variante a, b oder c wählen — davon hängen Einwaage, aliquoter Teil und die Konzentrationen der Maßlösungen ab (Tabellen 1–3, die wir NICHT ANGEBEN).
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Probelösung
Die Einwaage (5 g, 7 g oder 10 g ± 0,001 g) mit etwa 50 ml Wasser und 20 ml HCl 1 + 1 abgedeckt zum Sieden erhitzen, abkühlen, in einen 500-ml-Kolben filtrieren, mit Wasser auffüllen.
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Vorlage
Die Schwefelsäure der Variante genau abmessen, Indikator und Wasser bis 50 ml zugeben; Ende der Kühlerverlängerung unter der Flüssigkeitsoberfläche, Falle mit Wasser gefüllt.
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Destillierkolben
Aliquoter Teil der Lösung (mit der Pipette), Wasser bis 250–300 ml, 5 ml Ethanol, 4 g Devardasche Legierung; vorsichtig etwa 30 ml NaOH 30 % und die die HCl neutralisierende Menge; dicht verbinden und mischen.
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Reduktion und Destillation
Vorsichtig erhitzen, bis die Wasserstoffentwicklung deutlich nachlässt (etwa eine halbe Stunde) und die Flüssigkeit zu sieden beginnt; danach mindestens 200 ml Destillat in etwa 30 min, insgesamt nicht länger als 45 min.
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Titration
Verlängerung und Falle in die Vorlage spülen, den Säureüberschuss mit der NaOH- oder KOH-Lösung der Variante titrieren. Die Berechnungsformel (Abschnitt 9) GEBEN WIR NICHT AN.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Destillationsapparatur aus Borosilicatglas | Rundkolben 750 ml oder 1000 ml mit langem Hals, Destillationsaufsatz mit Spritzschutz, Sechskugelkühler mit Verlängerung, 750-ml-Vorlage und eine Blasenfalle, die vor Ammoniakverlust schützt (Bild 1). Zulässig ist eine automatische Apparatur, sofern sie statistisch gleichwertige Ergebnisse liefert | — |
| Pipetten und Messkolben | Pipetten 10 ml, 20 ml, 25 ml, 50 ml, 100 ml und 200 ml; Messkolben 500 ml | — |
| Überkopfschüttler | 35 bis 40 Umdrehungen je Minute (6.4) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Devardasche Legierung für die Analyse | — | 45 % Al, 5 % Zn, 50 % Cu; gepulvert nach den Korngrößenanforderungen aus 5.9 |
| Schwefelsäure-Maßlösung | — | 0,05 mol/l (Variante a), 0,1 mol/l (b) oder 0,25 mol/l (c) |
| Natrium- oder Kaliumhydroxid-Maßlösung, carbonatfrei | — | 0,1 mol/l (a), 0,2 mol/l (b) oder 0,5 mol/l (c) |
| Natriumhydroxid 30 % | 1310-73-2 | ρ ≈ 1,33 g/ml, ammoniakfrei; etwa 30 ml je Destillation |
| Salzsäure, verdünnt 1 + 1 | 7647-01-0 | ein Volumenteil HCl mit ρ = 1,18 g/ml und ein Volumenteil Wasser; 20 ml je Einwaage |
| Ethanol 95–96 % | 64-17-5 | 5 ml in den Destillierkolben |
| Mischindikator oder Methylrot | — | Mischindikator: Methylrot + Methylenblau (violett in saurer, grau in neutraler, grün in alkalischer Lösung; 0,5 ml); ersatzweise Methylrotlösung (4–5 Tropfen) |
| Natriumnitrat p. a. | 7631-99-4 | unter den Reagenzien aufgeführt (5.13); seine Verwendung im Verfahren stand nicht im gelesenen Ausschnitt |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Natriumhydroxidlösung 30 % — ätzend; vorsichtig zugeben, mit Schutzbrille und Handschuhen
- Bei der Reduktion mit Devardascher Legierung entwickelt sich Wasserstoff (8.2) — ein brennbares Gas; vorsichtiges Erhitzen, wirksame Lüftung
- Dichte Verbindungen der Apparatur und die Wasserfalle schützen vor Ammoniakverlust — eine Undichtheit erniedrigt das Ergebnis
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15476:2009 (wersja polska z 2014 r. i wersja angielska z 2009 r.; wprowadza EN 15476:2009 [IDT]) — „Fertilizers — Determination of nitric and ammoniacal nitrogen according to Devarda“.
Wie funktioniert diese Methode?
Nitrate und Nitrite werden mit Devardascher Legierung (45 % Al, 5 % Zn, 50 % Cu) in stark alkalischer Lösung zu Ammoniak reduziert; das Ammoniak wird — zusammen mit dem Ammoniak aus Ammoniumsalzen — in ein bekanntes Volumen Schwefelsäure-Maßlösung destilliert, und der Säureüberschuss wird mit Natrium- oder Kaliumhydroxid-Maßlösung titriert (Mischindikator oder Methylrot).
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand der PKN-Karten am 25.09.2026): PN-EN 15476:2009 — AKTUELL; englische Fassung (16-02-2009, 13 Seiten) und polnische Fassung (23-09-2014, 16 Seiten), KT 156 Düngemittel; Stand beim Herausgeber (CEN/iTeh-Katalog, 25.09.2026): EN 15476:2009 veröffentlicht am 21-01-2009; Stadium 90.93 — Entscheidung zur Bestätigung nach der systematischen Überprüfung; ANWENDUNGSBEREICH — Bedingung: Stickstoffdünger, auch Mehrnährstoffdünger, in denen der Stickstoff AUSSCHLIESSLICH in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt; Zusammensetzung der Devardaschen Legierung: 45 % Al, 5 % Zn, 50 % Cu.
Wie lange dauert die Prüfung?
Die für die einzelnen Schritte angegebenen Zeiten ergeben zusammen rund 30 Min. Das Verfahren umfasst 7 Schritte.
Welche Geräte werden benötigt?
Destillationsapparatur aus Borosilicatglas, Pipetten und Messkolben, Überkopfschüttler.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Stickstoffdünger, in denen der Stickstoff ausschließlich in Nitratform oder in Ammonium- und Nitratform vorliegt (z. B. Salpeter, Kalkammonsalpeter, Mehrnährstoffdünger mit solchem Stickstoff); Kontrolle des angegebenen Stickstoffgehalts vor dem Inverkehrbringen eines Düngemittels und bei der amtlichen Kontrolle; Paar mit PN-EN 15475: Summe aus Nitrat- und Ammoniumstickstoff (diese Norm) und Ammoniumstickstoff allein (PN-EN 15475).
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Natriumhydroxidlösung 30 % — ätzend; vorsichtig zugeben, mit Schutzbrille und Handschuhen; Bei der Reduktion mit Devardascher Legierung entwickelt sich Wasserstoff (8.2) — ein brennbares Gas; vorsichtiges Erhitzen, wirksame Lüftung; Dichte Verbindungen der Apparatur und die Wasserfalle schützen vor Ammoniakverlust — eine Undichtheit erniedrigt das Ergebnis.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 15476.