🌿 Bestimmung von 4-Nonylphenol (Isomerengemisch) und 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol in unfiltriertem Trink-, Grund- und Oberflächenwasser (0,005–0,2 µg/l und 0,02–0,2 µg/l) sowie, je nach Matrix, in Abwasser (0,1–50 µg/l) — 1-l-Probe auf pH 2 angesäuert, interner Standard 4-n-Nonylphenol(ring-13C6), Extraktion mit 40 ml Toluol mindestens 4 h in der Probenflasche, Trocknung mit Natriumsulfat, Einengen auf 50–100 µl, bei Bedarf Reinigung an Kieselgel, GC-MS im EI-Modus bei 70 eV mit Diagnoseionen m/z 135 und 107 (interner Standard 113), Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit internem Standard; PN-EN ISO 18857-1:2009

Umwelt PN-EN ISO 18857-1

Kurz gefasst

4-Nonylphenol (Isomerengemisch) und 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol werden in Trink-, Grund- und Oberflächenwasser ab 0,02 bzw. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 18857-1:2009; Bereich (1): 0,005–0,2 µg/l (Tetramethylbutylphenol), 0,02–0,2 µg/l (Nonylphenol); Abwasser 0,1–50 µg/l. Das Verfahren umfasst 6 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Trink-, Grund- und Oberflächenwasser, unfiltrierte Proben — 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol 0,005–0,2 µg/l, 4-Nonylphenol 0,02–0,2 µg/l (1), Abwasser, je nach Matrix — 0,1–50 µg/l; höhere Konzentrationen nach Verdünnung (1), Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch und Abwasser — Konzentration von Alkylphenolen — 2 Datensätze von Akkreditierungsumfängen von 2 Laboratorien in PCA.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-EN ISO 18857-1:2009
  • Kategorie: Umwelt
  • Verfahrensschritte: 6
  • STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 18857-1:2009 (polnische Fassung), übernimmt EN ISO 18857-1:2006 und ISO 18857-1:2005 [IDT]; ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche); PN-EN ISO 18857-1:2006 (englisch) zurückgezogen und ersetzt
  • Bereich (1): 0,005–0,2 µg/l (Tetramethylbutylphenol), 0,02–0,2 µg/l (Nonylphenol); Abwasser 0,1–50 µg/l
  • Probe (7): 1 l, pH 2, Braunglasflasche, 2–5 °C, bis 2 Wochen

Übersicht

WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe von ISO 18857-1:2005 (englischer Text) — PN-EN ISO 18857-1:2009 übernimmt EN ISO 18857-1:2006 und ISO 18857-1:2005 als identisch (PKN-Suche): Vorwort, Abschnitte 1–8 und Abschnitt 9 bis 9.3 — die Leseprobe endet auf Seite 7. Den Rest der Kalibrierung (9.3–9.4), Berechnung (10), Angabe der Ergebnisse (11), Prüfbericht und Anhänge A–E (Kapillarsäulen, Beispielchromatogramme, Wiederfindungen für Nonylphenol, Beispiel eines Phasentrenners, Verfahrenskenndaten) lesen wir nicht; ihre Titel kennen wir aus dem Inhaltsverzeichnis.

NACH DEM TEXT VON ISO 18857-1:2005. Die Norm wurde von ISO/TC 147 „Wasserbeschaffenheit“, Unterkomitee SC 2 „Physikalische, chemische und biochemische Verfahren“, erarbeitet; Teil 2 der Reihe betrifft filtrierte Proben mit Festphasenextraktion. Warnhinweis: die Prüfungen müssen von entsprechend qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Anwendungsbereich (1): Bestimmung von 4-Nonylphenol (Isomerengemisch) und 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol in unfiltrierten Proben von Trink-, Grund- und Oberflächenwasser im Bereich 0,005–0,2 µg/l für 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol und 0,02–0,2 µg/l für 4-Nonylphenol; je nach Matrix auch Abwasser im Bereich 0,1–50 µg/l; höhere Konzentrationen nach Verdünnung. Verweisungen (2): ISO 3696, ISO 5667-1, -2, -3. Prinzip (3): die Verbindungen werden mit Toluol aus der angesäuerten Probe extrahiert, der Extrakt bei Bedarf an Kieselgel gereinigt, die Alkylphenole auf Kapillarsäulen getrennt, massenspektrometrisch identifiziert und mit internem Standard über das Gesamtverfahren quantifiziert; der Responsefaktor für 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol und das technische Isomerengemisch von 4-Nonylphenol wird täglich bestimmt. Störungen (4): probenabhängig; Kontaminationsquellen — Reagenzien bei Lagerung, wiederverwendete Geräte, Verschleppung aus Septen von Flaschen, Fläschchen und GC-Septen; organische Polymere können Alkylphenole bilden und Werte erhöhen — direkten Kontakt mit Kunststoffen vermeiden, die Alkylphenole enthalten können. Reagenzien (5): mit vernachlässigbaren Gehalten an Ziel-Alkylphenolen, durch Blindwerte geprüft; Wasser Qualität 1; Säure (z. B. HCl 37 % oder H2SO4 1 mol/l); Kieselgel (Porenweite 6 nm, Korngröße 0,063–0,2 mm), mindestens 10 h bei (550 ± 20) °C ausgeheizt, mit etwa 3 % Wasser versetzt, 2 h homogenisiert; Hexan; Toluol (andere Lösemittel bei gleichwertigen Wiederfindungen, Anhang C); wasserfreies Natriumsulfat; Aceton; interner Standard 4-n-Nonylphenol(ring-13C6) 1 ng/µl (10 mg in 100 ml Aceton, 1:100 verdünnt); andere interne Standards zulässig, wenn sie die Anforderungen erfüllen (stabil, nicht störend, dem Analyten strukturell möglichst ähnlich, nicht in der Matrix vorhanden); Kalibrierstandards 1 ng/µl: 4-Nonylphenol (technisches Isomerengemisch, CAS 84852-15-3) und 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol (CAS 140-66-9) — je 10 mg in 100 ml Toluol, 1:100 mit Toluol oder bei Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit Aceton verdünnt; Lösungen im Kühlschrank lichtgeschützt, wöchentlich prüfen; Stickstoff Reinheit ≥ 99,996 %. Geräte (6): Glasgeräte mit Aceton spülen (keine Detergenzien in der Spülmaschine) oder mindestens 2 h bei ≥ 250 °C ausheizen; Volumina für ein Extraktionsvolumen von 1000 ml gewählt; Schüttelgerät; Flachbodenflaschen 1000 ml, vorzugsweise Braunglas, mit geraden Schultern und Glasstopfen oder Schraubkappe mit PTFE-Einlage — die Flasche muss die direkte Extraktion erlauben; Quarzwolle; Reinigungssäule 8 × 120 mm; Quarzbecher; Muffelofen ≥ 600 °C; Eindampfgerät; Phasentrenner (Beispiel in Anhang D); Trockensäule 600 × 30 mm; Spitzkolben 100 ml; Braunglasfläschchen; Gaschromatograph mit massenspektrometrischem Detektor für ausgewählte m/z. Probenahme (7): nach ISO 5667-1, -2, -3; Flaschen auf pH 2 ansäuern und nicht ganz füllen (z. B. bis zur Schulter), damit das Extraktionsmittel zugegeben werden kann; Lagerung im Kühlschrank (2–5 °C), Analyse so bald wie möglich, spätestens 2 Wochen nach Probenahme; Extraktion in der Flasche, die auf 1 g gewogen wird. Extraktion und Einengen (8.1): 100–1000 µl internen Standard je 1000 ml Probe, sodass die Konzentration in der Mitte der Kalibrierung liegt (z. B. 20 ng/l für Grund- und Oberflächenwasser, 500 ng/l für Abwasser); 40 ml Toluol, mindestens 4 h schütteln; Phasentrennung im Phasentrenner; Emulsionen durch Zentrifugieren oder Natriumsulfat brechen; Extrakt über eine Säule mit 1–2 cm Natriumsulfat (vorher mit 10 ml Toluol gewaschen) laufen lassen, mit 10 ml Toluol nachspülen, auf etwa 2 ml einengen und unter sanftem Stickstoffstrom bei < 40 °C auf 50–100 µl; bei Bedarf (Abwasser, belastetes Oberflächenwasser) Reinigung nach 8.2; ohne Reinigung — ins Fläschchen und auf 100–500 µl; Probenvolumen = Nettomasse der Flasche vorher und nachher (g ≙ ml). Reinigung (8.2): Säule mit Quarzwolle, Natriumsulfat und einer Aufschlämmung von 2 g Kieselgel in Hexan, mit 5 ml Hexan konditioniert; Extrakt mit 1 ml Hexan verdünnt, mit 10 ml Hexan gewaschen (Hexanphase verworfen), mit 20 ml Toluol eluiert, auf 50–100 µl eingeengt. GC-MS (8.3): Elektronenstoßionisation 70 eV, Temperaturprogramm experimentell bestimmt, Beispielbedingungen in Anhang B. Blindwert (8.4): Wasser Qualität 1 wie eine Probe behandelt. Identifizierung (8.5): Retentionszeit innerhalb ± 1 % (höchstens ± 6 s) des letzten Standards; beide Diagnoseionen m/z 135 und 107 vorhanden; Peakmuster des 4-Nonylphenols weitgehend wie im technischen Standard; Anmerkung: technisches 4-Nonylphenol ergibt meist 8–10 Hauptpeaks, das Muster kann von Charge zu Charge abweichen, und ein festes Intensitätsverhältnis der Ionen 135 und 107 wird für das gesamte Peakmuster nicht erreicht; Tabelle 1: beide Alkylphenole — Ionen 135 und 107, interner Standard — 113. Kalibrierung (9.1): Lösung beider Alkylphenole; Linearität mit mindestens fünf Konzentrationen geprüft (ISO 8466-1); die Funktion gilt nur im gemessenen Bereich und wird regelmäßig geprüft, routinemäßig mit zwei Punkten; drei Varianten — nur GC-MS-Schritt mit externem Standard (9.2), Gesamtverfahren mit externem Standard (9.3), Gesamtverfahren mit internem Standard (9.4); die ersten beiden dienen zur Abschätzung der Wiederfindung, in der Routine wird nur die Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit internem Standard angewandt. GC-MS-Kalibrierung (9.2): mindestens fünf Punkte, z. B. 0,005–0,2 µg/l (Tabelle 3: 5–200 µl der 1-ng/µl-Lösung je 1 l); gleiches Injektionsvolumen bei Kalibrierung und Messung; lineare Regression y = a·ρ + b. Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit externem Standard (9.3): Aliquote der Standardlösungen zu 1000 ml Wasser geben und wie eine Probe behandeln.

STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche (Suchbegriff „PN-EN ISO 18857-1“, 03.10.2026) liefert zwei Ergebnisse: PN-EN ISO 18857-1:2009 — polnische Fassung, „Übernimmt: EN ISO 18857-1:2006 [IDT], ISO 18857-1:2005 [IDT]“, ohne Zurückziehungsvermerk; sowie PN-EN ISO 18857-1:2006 — englische Fassung, „Zurückgezogen und ersetzt durch PN-EN ISO 18857-1:2009 - polnische Fassung“.

WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 18857-1 steht in 2 Datensätzen bei 2 Laboratorien: AB 165 und AB 213. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 213 Ausgabe Nr. 28 vom 17.04.2026, AB 165 Ausgabe Nr. 27 vom 15.06.2026) steht die Nummer bei denselben 2 Laboratorien; in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Duplikate; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP geladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Schreibweisen: „PN-EN ISO 18857-1:2009“ (AB 213) und „PN-EN ISO 18857-1“ ohne Jahr (AB 165). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-EN ISO 18857-1“) zeigt beide Laboratorien — geprüft per Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.

WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (PCA-Positionen). AB 165: Wasser — Konzentration von Alkylphenolen, Gaschromatographie mit massenspektrometrischer Detektion (GC-MS), ohne Zahlenbereich. AB 213: Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch, Abwasser — Konzentration von Alkylphenolen: 4-Nonylphenol (0,02–0,20) µg/l, 4-tert-Octylphenol (0,005–0,20) µg/l, Gaschromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie (GC-MS-MS).

WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Kontamination: Alkylphenole können aus Kunststoffen, Septen und Dichtungen stammen, Polymere können sie bilden (4) — daher Glas, PTFE, Blindwerte und auf Analyten geprüfte Reagenzien (5, 8.4). Probe: die Norm betrifft unfiltrierte Proben, vollständig in der Probenflasche extrahiert; das Volumen wird aus der Masse berechnet (7, 8.1). Zeit: spätestens 2 Wochen nach Probenahme, bei 2–5 °C (7). Identifizierung: technisches Nonylphenol sind 8–10 Peaks mit variablem Muster — ein festes Ionenverhältnis 135/107 ist kein Kriterium für das ganze Muster (8.5, Anmerkung); der Kalibrierstandard muss das Isomerengemisch sein, nicht 4-n-Nonylphenol (5.9). Kalibrierung: in der Routine nur Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit internem Standard (9.1). Abwasser: der Bereich 0,1–50 µg/l gilt „je nach Matrix“ (1), dann ist die Kieselgelreinigung nötig (8.1); AB 213 gibt für Abwasser denselben Bereich wie für Wasser an (ab 0,005 und 0,02 µg/l). Technik: die Norm beschreibt GC mit massenselektiver Detektion; AB 213 verwendet GC-MS-MS. Bezeichnung: AB 213 nennt „4-tert-Octylphenol“ mit dem Bereich (0,005–0,20) µg/l — dieser Name kommt im gelesenen Normtext nicht vor; denselben Bereich gibt die Norm für 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol (CAS 140-66-9) an. Umfang AB 165: die Position nennt weder Analyten noch Bereiche.

WAS WIR NICHT ANGEBEN. Berechnungsformeln (10), Regeln zur Ergebnisangabe (11), Beispielbedingungen GC-MS und Chromatogramme (Anhänge A, B), Wiederfindungsergebnisse (C) und Verfahrenskenndaten (E) geben wir nicht wieder — sie liegen außerhalb der Leseprobe. ISO 18857-2 und rechtliche Anforderungen an Nonylphenol und Octylphenol in Gewässern fassen wir in diesem Eintrag nicht zusammen.

Prinzip der Methode

Der angesäuerten Wasserprobe (1 l, pH 2) wird ein interner Standard — mit dem Isotop 13C markiertes Nonylphenol — zugesetzt, und die Alkylphenole werden direkt in der Flasche mit Toluol extrahiert. Der Extrakt wird mit Natriumsulfat getrocknet, eingeengt, bei Bedarf an Kieselgel gereinigt und gaschromatographisch getrennt; das Massenspektrometer erfasst charakteristische Ionen (m/z 135 und 107 für die Alkylphenole, 113 für den Standard). Die Konzentration wird aus der Kalibrierung des Gesamtverfahrens mit internem Standard berechnet.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
STATUS (Stand 03.10.2026)PN-EN ISO 18857-1:2009 (polnische Fassung), übernimmt EN ISO 18857-1:2006 und ISO 18857-1:2005 [IDT]; ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche); PN-EN ISO 18857-1:2006 (englisch) zurückgezogen und ersetzt
Bereich (1)0,005–0,2 µg/l (Tetramethylbutylphenol), 0,02–0,2 µg/l (Nonylphenol); Abwasser 0,1–50 µg/l
Probe (7)1 l, pH 2, Braunglasflasche, 2–5 °C, bis 2 Wochen
Extraktion (8.1)40 ml Toluol, ≥ 4 h schütteln; Einengen auf 50–100 µl bei < 40 °C
Interner Standard (5.8)4-n-Nonylphenol(ring-13C6), 1 ng/µl; Ion 113
Identifizierung (8.5)Ionen 135 und 107; Retentionszeit ± 1 % (max. ± 6 s); Peakmuster des technischen Nonylphenols
Routinekalibrierung (9.1)Gesamtverfahren mit internem Standard; mindestens 5 Punkte
Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026)2 Laboratorien, 2 Datensätze in der Datenbankkopie, dieselben 2 in PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN ISO 18857-1“) — beide auf dem Produktionsserver

Norm

Normnummer
PN-EN ISO 18857-1:2009
Titel (PL)
Jakość wody — Oznaczanie wybranych alkilofenoli — Część 1: Metoda dla próbek niefiltrowanych z zastosowaniem ekstrakcji ciecz-ciecz i chromatografii gazowej z detekcją wybranych mas
Title (EN)
Water quality — Determination of selected alkylphenols — Part 1: Method for non-filtered samples using liquid-liquid extraction and gas chromatography with mass selective detection

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Probenahme und Konservierung

    1-l-Flasche, pH 2, nicht ganz gefüllt; 2–5 °C, bis 2 Wochen; Flasche wägen (7). PN-EN ISO 18857-1:2009 — ohne Zurückziehungsvermerk (PKN, 03.10.2026).

  2. Extraktion

    Interner Standard 100–1000 µl, 40 ml Toluol, ≥ 4 h schütteln, Phasentrennung (8.1).

  3. Trocknen und Einengen

    Natriumsulfat, Einengen auf etwa 2 ml, Stickstoff < 40 °C auf 50–100 µl (8.1).

  4. Reinigung (bei Bedarf)

    2 g Kieselgel, Waschen mit Hexan, Elution mit 20 ml Toluol (8.2).

  5. GC-MS und Identifizierung

    EI 70 eV; Ionen 135, 107 (113); Retentionszeit ± 1 %; Peakmuster (8.3, 8.5).

  6. Kalibrierung

    Routinemäßig Gesamtverfahren mit internem Standard; Blindwert mit Wasser Qualität 1 (8.4, 9.1).

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Gaschromatograph mit massenspektrometrischem DetektorKapillarsäulen, EI 70 eV, Erfassung ausgewählter m/z (6.12, 8.3)—
Flachbodenflaschen 1000 mlBraunglas, Glasstopfen oder Kappe mit PTFE; Extraktion in der Flasche (6.2)—
Schüttelgerät und PhasentrennerExtraktion ≥ 4 h; Beispiel eines Trenners in Anhang D (6.1, 6.8)—
Trockensäule und Reinigungssäule600 × 30 mm mit Natriumsulfat; 8 × 120 mm mit Kieselgel (6.9, 6.4)—
Eindampfgerät und StickstoffVerdampfer; Stickstoff ≥ 99,996 %, < 40 °C (6.7, 5.11)—
Muffelofen≥ 600 °C, Ausheizen des Kieselgels (6.6)—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Toluol—Extraktionsmittel und Lösemittel für Standards (5.5)
4-n-Nonylphenol(ring-13C6), 1 ng/µl—Interner Standard in Aceton (5.8)
4-Nonylphenol, technisches Isomerengemisch84852-15-3Kalibrierstandard 1 ng/µl (5.9)
4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol140-66-9Kalibrierstandard 1 ng/µl (5.10)
Kieselgel—6 nm, 0,063–0,2 mm, ≥ 10 h bei 550 °C ausgeheizt, mit etwa 3 % Wasser (5.3)
Hexan, Aceton, wasserfreies Natriumsulfat, Säure—HCl 37 % oder H2SO4 1 mol/l bis pH 2 (5.2, 5.4, 5.6, 5.7)

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 18857-1:2009 — „Water quality — Determination of selected alkylphenols — Part 1: Method for non-filtered samples using liquid-liquid extraction and gas chromatography with mass selective detection“.

Wie funktioniert diese Methode?

Der angesäuerten Wasserprobe (1 l, pH 2) wird ein interner Standard — mit dem Isotop 13C markiertes Nonylphenol — zugesetzt, und die Alkylphenole werden direkt in der Flasche mit Toluol extrahiert. Der Extrakt wird mit Natriumsulfat getrocknet, eingeengt, bei Bedarf an Kieselgel gereinigt und gaschromatographisch getrennt; das Massenspektrometer erfasst charakteristische Ionen (m/z 135 und 107 für die Alkylphenole, 113 für den Standard).

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 18857-1:2009 (polnische Fassung), übernimmt EN ISO 18857-1:2006 und ISO 18857-1:2005 [IDT]; ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche); PN-EN ISO 18857-1:2006 (englisch) zurückgezogen und ersetzt; Bereich (1): 0,005–0,2 µg/l (Tetramethylbutylphenol), 0,02–0,2 µg/l (Nonylphenol); Abwasser 0,1–50 µg/l; Probe (7): 1 l, pH 2, Braunglasflasche, 2–5 °C, bis 2 Wochen; Extraktion (8.1): 40 ml Toluol, ≥ 4 h schütteln; Einengen auf 50–100 µl bei < 40 °C.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 6 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Gaschromatograph mit massenspektrometrischem Detektor, Flachbodenflaschen 1000 ml, Schüttelgerät und Phasentrenner, Trockensäule und Reinigungssäule, Eindampfgerät und Stickstoff, Muffelofen.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Trink-, Grund- und Oberflächenwasser, unfiltrierte Proben — 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol 0,005–0,2 µg/l, 4-Nonylphenol 0,02–0,2 µg/l (1); Abwasser, je nach Matrix — 0,1–50 µg/l; höhere Konzentrationen nach Verdünnung (1); Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch und Abwasser — Konzentration von Alkylphenolen — 2 Datensätze von Akkreditierungsumfängen von 2 Laboratorien in PCA.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Die Prüfungen müssen von entsprechend qualifiziertem Personal durchgeführt werden; der Anwender legt Arbeitsschutzmaßnahmen fest (Warnhinweis).

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 18857-1.

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